Kalbsschnitzel.

yap

„Nach dem zweiten gestillten Kind sehen die Brüste halt auch aus wie Kalbsschnitzel“, sagte die Spielplatzmutter und blickte bedauernd in ihren Ausschnitt. Die zweite Mutter nickte wissend. Und riet zu einem Unterwäschekauf bei Karstadt. Die älteren Damen dort in der Wäscheabteilung hätten eine geradezu unglaubliche Beratungskompetenz, was die Ent-schnitzelung des Mutterkörpers angehe. Bei diesen Worten zupfte sie leicht an einem ihrer BH-Träger: „Okee, bequem sind die Formungsdinger jetzt nicht. Aber was willste machen.“

Ja. Was will man machen. Wie wäre es mit: Gar nichts?

Einfach nichts. Einfach den bequemsten BH anziehen, der für Geld zu haben ist. Einfach ein Bustier bevorzugen. Oder einfach nackig unterm Hemd bleiben, wenn sich’s gut anfühlt. Das sagte ich auch laut, denn ich war die Dritte in der Runde.

Nee, befand Mutter 2 – das täte doch alles nicht vorteilhaft aussehen. Bequem hin oder her. Und dann sagte sie, und ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass jemand meines Alters in meinem Stadtviertel wirklich solche Dinge sagt: „Man will doch auch noch Frau bleiben.“

Ach so! Das geht natürlich nur mit dem richtigen Büstenhalter.  Auch wenn der mich mindestens 12 von 24 Stunden täglich kneift. Auf dass der müde Vorbau seine optische Zumutbarkeit bewahren möge. Aber wissta was? Nee. Ich mach da nicht mit. Ich will das nicht mehr: das System unterstützen, das mir sagt, wie ich als mittelalte Mutter auszusehen, und welche Mühen und Entbehrungen ich dafür in Kauf zu nehmen habe.

So wirklich mitmachen wollte ich genau genommen schon ganz lange nicht mehr. Aber erkennen und umsetzen und dann auch fühlen, das sind keine parallelen Ereignisse. Umso mehr freue ich mich, dass ich genau in dieser Situation erkennen durfte: Jetzt ist’s angekommen! Jetzt findet in meinem Gefühlsleben das statt, was mein Hirn seit vielen Jahren prozessiert.

Vor einigen Wochen habe ich alle BHs weggeworfen, die sich nicht bedingungslos gut auf meinem Körper anfühlen. Leicht war das nicht, zugegeben. Einige von denen waren teuer, oder sehr hübsch, oder sie erinnerten mich an eine schöne Zeit oder eine schöne Person. Nachgekauft habe ich dafür weiche, zarte, nachgiebige Stücke für meinen weichen, zarten, nachgiebigen Körper. War meine Wäscheschublade vorher erotischer? Möglich.

But still. Ich möchte keine Kleidung tragen, die mir das Gefühl gibt, mein Körper sei nicht gut genug für sie. Ich möchte keine Kleidung tragen, die anderen Menschen meinen teilweisen Anblick ersparen soll. Ich möchte keine Kleidung tragen, die mir durch ihre Beschaffenheit Schuldgefühle macht.

Als nächstes ist der Badeanzug dran: Ich hasse das kalte, schlabberige Gefühl auf meinem Bauch, wenn ich aus dem Wasser steige. Auf meinem vernarbten, etwas ausgeleierten Bauch. Der sieht nicht nur anders aus seit der Geburt vom Kind, er fühlt auch anders. Ich werde dem empfindlichen Bauch kein kaltes Schlabberdings mehr anziehen, nur weil ihn dann weniger Leute angucken müssen.

Und tschüss, liebste Jeans! Du sahst immer verdammt heiß aus. Aber leider kannst Du Dich nicht auf das kleine bisschen mehr Hüftumfang einstellen. Du trauerst meinem Prä-Baby-Body nach. Wer so unflexibel ist, passt nicht mehr zu mir. Mach’s gut.

Meine alte innere Stimme ist eine Mischung aus Du-darfst-Werbespot, meiner Mutter und Heidi Klum. Sie ermahnt mich zur Disziplin. Älter werden heißt dicker werden – WENN DU NICHT AUFPASST! Ich denke an Damokles. An Hefeteig, an muffin tops. Halt die Fresse, innere Stimme, ich hör nicht mehr hin. Lieber fühl ich hin, lieber umarme ich mich öfter, lieber mach ich mich frei in Gedanken und in Wirklichkeit.

Der Körper ist, tut, macht. Alles für mich, weil ich es will, weil ich es kann. Vorgestern habe ich die Tochter in den Schlaf gewiegt, sie in meinen Armen gehalten, stehen und wippend, eine halbe Stunde lang. Immer schwerer wurde der kleine Kinderkörper, aber ich habe weitergemacht, meine Arme und Beine und mein Rücken haben weitergemacht. Und dann schlief das Kind, und ich war stolz, weil ich so stark bin. Respekt, sagte der Mann, ich hätte das nicht so lange geschafft. Das stimmt, hätte er nicht.

Ich stehe morgens im Bad und ziehe meinen Schlafanzug aus. Kalbsschnitzel. Das Kind kommt und will auf den Arm. Brust, ruft es begeistert und fasst eine an. Haben, haben! Es drückt sein Gesicht in mein Dekolleté und sieht selig aus. Ich halte es ganz fest und blicke über seinen Kopf hinweg in den Spiegel. Bleibt laut, ihr neuen Gefühle. Bleibt hartnäckig. Bleibt Teflon.

Bleibt hier.

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58 Gedanken zu “Kalbsschnitzel.

  1. kinderhabenblog schreibt:

    Ja, genau! Brüste hatte ich auch neulich als Thema im Blog. Ich trage nämlich oft nix an BH, weil sich das gut anfühlt und mir mittlerweile (!) egal ist, was andere denken. Ein Körper ist ein Körper ist ein Körper. Mir ist heute wichtiger, was er kann, als wie er aussieht. War nicht immer so. Und ich bin echt stolz auf diese Erkenntnis.

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  2. Und, und jetzt den ultimativen Kauftipp für BHs in bequem bitte? (ich trage im Moment noch StillBHs und hatte neulich alles andere aussortiert mit Ausnahme der Hochzeitsreisenwäsche. Die bleibt aus sentimentalen Gründen)

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    • Größtenteils bin ich auf Bustiers umgestiegen, und zwar die Skiny Essentials Reihe. Die Soft-BHs von Tchibo sollen auch bequem sein, aber ich hab die noch nicht probiert. Zum stillen trug ich meist die Still-Hemdchen von H&M, da war ne Art Bustier drin. Ehrlich gesagt trage ich die immer noch, ich find die gemütlich 🙂

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    • Jasmin schreibt:

      Hab was gutes gefunden vor ein paar Monaten: BHs von Short Stories. Die nehme ich zum Stillen, auch wenn sie eigentlich gar nicht dafür gemacht sind. Aber es haben viele keinen Bügel, sodass sie echt bequem sind und man kann sie zum Stillen einfach runterziehen oder hochschieben kann. Wenn man sie im Onlineshop der Marke selbst bestellt, gibt es auch immer Modelle im Ausverkauf, bei denen man ganz schön was spart! Find ich gut. Farben sind mir da egal.

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    • Hab auch so Stillbustiers von H&M und war begeistert dass sie passen (trage sonst 85E/F und hab ne L genommen) & wie bequem sie sind, sonst mag ich noch die BHs von bonprix, laufe aber auch oft „oben ohne“ rum. Kind im Tragetuch ist optimaler Nippelsichtschutz 😉 Stört mich sonst aber auch nicht wenn man die sieht. Hab aber Euter bekommen statt Kalbsschnitzel und ein bisschen vermisse ich meine süßen Boskop-Äpfel.

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  3. seimony schreibt:

    Danke für die tollen Worte, Sätze und die ehrliche Offenheit!

    Ich hadere schon lange mit genau diesen Dingen und dem Chaos in der Wohnung, weil die Kisten alter Klamotten (in die ich vielleicht nie wieder reinpasse) nur rumstehen und die Stimmung verstopfen. Entscheidungen treffen und umsetzen: also entweder sich zusammenreißen und endlich die übrigen 5 Kilo an Bauch/Hüfte „einfach“ abtrainieren oder aufgeben und dann halt „muttimäßig“ aussehen … so zumindest formuliert es der männliche Part gerne mal ganz „feinfühlig“.

    Was bitte ist so schlimm an einer bequemen Jeans in der man eine weibliche Rundung sieht, wenn ich doch in dieser Jeans gerne und ungehemmt mit dem Kleinen auf dem Spielplatz toben kann, ohne dabei von kneifenden und drückenden (und dabei ständig mahnenden) Klamotten abgelenkt zu werden?! Soll ich dem Kind jetzt auch die bequeme Buddeljeans gegen eine besser aussehende enge tauschen, bei der er jedes mal ächzt, wenn er sich nach einem Steinchen, Käfer oder sonstewas bückt?!
    Natürlich will man sich auch „noch“ attraktiv fühlen und eigentlich tue ich das auch. Es ist nur die Gesellschaft (vorwiegend männliche) die mir vorschreibt, dass ein wabbeliger Bauch ein „No-go“ ist und dass alle Frauen, die den nicht schnell genug wieder weg bekommen, sich „gehen lassen“.

    Leider zieht sich diese Denkweise in vielen Bereichen durch. Nicht nur äußerlich. Auch beruflich ist es sehr „unvorteilhaft“ wenn man in irgend einer weise durchblicken lässt, dass man Mutter ist. Erst recht wenn man es an der Figur dann auch noch sieht. Das ist dann die Bestätigung, dass diese Frau sich ganz bestimmt nicht 100%ig in die Arbeit das Projekt reinknien kann oder will. „Schließlich ist sie ja scheinbar hinter dem perfekten beruflichen Äußeren auch nicht engagiert genug hinterher.“

    Lange Rede, das Übliche halt … was ich aber noch anmerken will:
    Ich finde es wichtig, dass wir diese Klischees und Denkweisen bloss nicht auf unsere Kinder übertragen (lassen). Die sollen sich wohl und richtig fühlen in ihren kleinen wachsenden Körpern. Und sollte irgendwer dem Kleinen irgendwann mal irgendwelche unsinnigen Komplexe einreden, der bekommt es aber so was von mit seiner „Mutti“ zu tun!

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  4. Tristia schreibt:

    Sehr gut. Weiter so. Nächster Schritt zur Körperrückeroberung wäre dann die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Körperbehaarung bzw dessen Entfernung! 🙂

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  5. lalahh schreibt:

    Gerade frisch aus dem Sommerurlaub zurück muss ich leider zugeben, dass ich das gesamte Jahr über nett zu meinem Körper bin, aber mich dann eine Woche vor dem Urlaub doch wieder die Panik ergreift. Diese Dellen am Po waren letztes Jahr irgendwie noch nicht so da, und beim nach vorne beugen schlägt der Bauch immer noch leichte Schwabbelfalten, obwohl Kind Nummer 2 nun schon 4 ist und jede Vorzeige-Star-Mama ja bereits nach 4 Wochen wieder makellos ist. Aber es tat gut, all die anderen unperfekten Körper in Bikinis am Strand zu sehen, die dicken, dünnen, blassen, jeder erzählt eine eigene Geschichte. Ich werde mir jetzt keine Achselhaare wachsen lassen und ein bisschen Sport tut nicht nur dem Körper gut, aber bitte alles entspannt und rücksichtsvoll mit uns selbst! The two things you need for the perfect bikini body: 1) a bikini 2) a body 🙂

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  6. Ruth Wucherpfennig schreibt:

    Ein Hoch auf die neuen Gefühle!

    Ich habe zwei Kindern und komme in Summe auf vier Jahren und drei Monaten Stillzeit (verrückt, ich weiß, hatte ich vorher auch nicht erwartet). Aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann, haben beide Kids immer lieber an der rechten Brust getrunken, genuckelt, gesaugt, gezuppelt als an der linken. So bin ich neben allem anderen auch noch ungleich kalbsschnitzelig geraten.

    Ich bin dann von den Still-BHs ohne Umwege zu den Bustiers gegangen (und schließe mich der oben stehenden Empfehlung „Soft BH von Tchibo“ an) und weine den unbequemen Bügel-Spitzen-BH-Monstern von früher keine Träne nach.

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  7. Oja, Kalbsschnitzel. Ich kann mich da gut wieder finden. Hab mir nach dem Stillen irgendwann mal total bequeme BHs gekauft, aber viel zu wenige und eiere mit denen rum oder trag wirklich mal ohne, wenn mensch es net sieht bei der Kleidung…oder ein Bikinioberteil ohne Bügel drunter… Vielleicht sollt ich echt mal wieder einkaufen gehen…

    Und: der Welt ist es absolut zumutbar, wie wir aussehen.

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  8. Frawi schreibt:

    Vielen Dank für den Text, es hat mich riesig gefreut, wieder Kiddo-Nachschub im Postfach zu haben! Und besonders der letzte Teil ab dem Kind-in-den-Schlaf-wiegen hat mich sehr berührt. Ich wünsche Dir, dass genau diese Gefühle Dir ab jetzt für immer zur Seite stehen mögen! – Objektiv sah ich mit 20 sicher knackiger, schlanker und „besser“ aus, aber wohler in meinem Körper fühle ich mich jetzt. Trotz Schwerkraftstillbrüsten, Labberbauch, Orangenhaut und Winkefleischarmen. Und ich sehe es auch nicht ein, mit ihm zu hadern – das fände ich doch arg undankbar. Er hat mir mit meinem Kind das wertvollste in meinem Leben geschenkt, hat es ernährt, trägt es etc. und da gebührt ihm ein großes, großes DANKE! Ich habe lange genug gehadert, als es eigentlich nicht viel zu hadern gegeben hätte, jetzt kann ich mich auch mal in mir wohlfühlen. Allerdings muss ich sagen, dass diese Weisheit auch erst mit der Mutterschaft einzog. Was ein Kind nicht alles verändern kann!

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  9. Daniela schreibt:

    Ein schöner Artikel! Manchmal fällt es mir trotzdem nicht leicht… Ich habe zwei sehr kleine Kinder. Die Zweite trage und stille ich noch sehr viel. Draußen ist es heiß. Man schwitzt eh schon und schwitzt noch mehr weil man trägt. Oder man hat die Wohnung geputzt und die Kinder hübsch gemacht und stellt fest, dass man selbst noch mit Muttermilch vollgespuckt ist. Und dann sieht man in den Spiegel und denkt: Ach herrje, warum ist die Wohnung sauber und ich bin noch ganz zerzaust und vollgespuckt. Und dann merke ich, wie sehr sich meine Prioritäten verlagert haben. Manchmal hadere ich damit, manchmal nicht. Alles in allem sollte man sich aber für das was man jeden Tag leistet und macht wertschätzen und sich zumindest wohl in seiner Haut fühlen. Egal wie die Haut aussieht…

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  10. maygra schreibt:

    Jetzt bin ich eigentlich über eine Tragefrage hierhin geraten und wollte spontan was beisteuern. Nach drittem Kind schlägt mein Bauch auch arge Wellen und der Stillbusen hängt leider jetzt schon, wie wird das wohl nach dem Abstillen (ich komm mittlerweile auf gute 9 Jahre Dauerstillen mit kurzmonatigen Unterbrechungen zus. ca. 6 Monate).
    Im letzten Jahr, das dritte war grad geboren, wars mir plötzlich so was von schnurz, wie ich im Bikini ausseh. Der Sommer war toll, ich bin so oft mit meinen kids ins Freibad, wie sonst noch nie in meinem Leben, obwohl ich figurtechnisch sicher auf einem Tiefpunkt war :-). Und ich hab es genossen ohne Baucheinziehen ins Wasser zu staksen, weil, in welches Vakuum hätte ich so viel Bauch auch hineinziehen sollen, schließlich hab ich ja wichtige Organe in mir drin! Tja, wer guckt, muss damit rechnen, dass er was sieht.

    Ich fände es prima, wenn wir, da wir ja dafür plädieren uns so gut zu finden, wie wir sind, an anderen Frauen auch nicht mehr hämisch rumkritteln, sondern die altersgefältelten, cellulitegedellten und schwangerschaftsgewellten Körper anderer auch wohlwollend und freundlich betrachten. Achten wir doch mal einfach nur auf das, was uns an anderen Frauen gefällt und sagen wir ihnen das, auch wenn wir sie nicht kennen. Das wird eine Welle der Bestärkung, die haut uns alle um! Vielleicht wird diese positive Sicht auf den eigenen Körper irgendwann selbstverständlich. Wär das nicht toll für uns und unsere Kinder?!

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  11. Linda schreibt:

    Hach ❤️❤️❤️
    Zur ominösen damals Zeit trug ich tatsächlich nur immer passende Unterwäsche. Also immer nur Sets, Spitze, Bügel, String.
    Unglaublich. Ich wusste nichtmal dass das ungemütlich war.
    Das habe ich erst gemerkt als irgendwann zwischen damals und heute, zwischen prä Baby, Schwanger, Stillen und nicht mehr Stillen Bustiers eingezogen sind und Schlüpfer. Einfach Schlüpfer.

    Jetzt, müsste ich zwischen damals (nur schick und ungemütlich) und heute (gemütlich und so naja) wählen, würde ich zwar definitiv gemütlich vorziehen ABER jetzt mal ganz verrückt- gemütlich und hübsch anzusehen wäre doch n Hit.
    Also für mich.

    Ich erinnere mich noch an einen meiner letzten Wortventil Beiträge da habe ich auch meinen Körper gefeiert weil er so tolle Sachen für mich und mit mir macht. ❤️

    Hach nochmal…danke.

    Grüße von der einstigen Wortmutter

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      • Linda schreibt:

        Waschmaschinentauglich! Unbedingt! Aber was anderes kam auch tatsächlich noch nie in meinen Gedanken vor, von Hand waschen ist mir echt zu absurd.

        Ich bin hier lesend immer dabei. Und in ganz anderem Gewand auch bei Instagram auf deinen Fersen 😉 ❤️

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      • Lene schreibt:

        Bei c&a gibts so knappe Hipsterschlüpper mit Spitzenrand. Die sind ein bisschen stringmäßig am Po, aber insgesamt recht gemütlich geschnitten. Fand ich zumindest vor dem Kind. Habe mir seitdem aber keine mehr gekauft, meine Figur schwankt so sehr, dass mir das ständige Gekaufe zu viel kostet (und ich lieber die normalen Hipsterschlüpper ohne Spitze trage, die sind anpassungsfähiger 😩)

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  12. Oh danke, danke, danke für diesen schönen Text.

    Vor allem, weil es sie gibt – die BH´s, die bequem und weich sind und auch noch schön aussehen, die aber gerade die Karstadt-Verkäuferin oft nicht kennt, weil sie diese Marken gar nicht führen. Dazu muss man zu einem ordentlichen Brafitter gehen und die gibt es leider nicht so gut verteilt, wie die üblichen Handelsketten, aber es gibt sie! Und wenn ich es in den letzten Monaten nicht mit eigenen Augen und Ohren erlebt und am Korper gefühlt hätte, wüsste ich nicht, was es beim BH-kauf so alles zu beachten gibt. Deshalb hier ein Überblick: http://everyday-boudoir.de/?s=map&submit=Suche

    Und dort bekommt man auch die guten, bequemen, weichen Badeanzüge und Bikin´s in (fast) allen Größenspektren. Und für mehr Tipps zum Thema Bademode: Ab Februar 2017 stelle ich jeden Monat eine Marke vor – die schicken, weichen und oft auch nachhaltig produzierten. Die ersten kleinen, feinen Labels gibt es aber schon jetzt auf Aquamondo zu bestaunen.

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    • Oh cool, danke für den Link! Hab mal gehört, in Großbritannien sei man in Sachen Passform und Diversität viel weiter als hier. Hierzulande gibt es irgendwie echt nur den ganzen Standardkram, der mir sämtlich nicht passt.

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      • Und in den Brafittingstudios bekommst du dann genau diese britischen und teils polnischen Marken , die hier keine Sau kennt. Ehrlich…ich war im August auf einer Wäsche Messe, auf die mich meine Brafitting -Kontakte mitgenommen haben…da tut sich eine völlig neue Welt auf! Für Wäsche und Bademode!

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    • BeBe schreibt:

      Caprisonne-Tütchen ist auch gut!
      Ich sag immer, dass sie aussehen wie Luftballons, die man x-mal aufgepustet hat und die Luft wieder rausgelassen hat. Was will man nach 3 Jahren Dauereinsatz für 2 Kinder (schwanger-stillend-schwangerUNDstillend-stillend) auch anderes erwarten???

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      • Stimmt. Wobei ich es wirklich erstaunlich finde, wie regenerationsfähig so ne Brüste dann doch sind. Nach dem Abstillen sahen die ganz anders aus als jetzt, ein Jahr später. Ich glaub, einfach abwarten richtet auch echt so einiges, was man verloren glaubte 😀

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  13. Huhu! 🙂 Was Kleidung angeht war ich schon immer eher der Typ: Praktisch und bequem. Ich kann und konnte Frauen nie verstehen, die im Winter sich den Popo abfieren, nur weil die Jacke hübscher sei und mehr Taille zeigt als eine dicke Winterjacke, die eher wie ein Sack an einem hängt, dafür aber warm hält. Und die BHs – da kaufe ich nur noch welche, die bequem sind und lasse mich gern im Fachgeschäft beraten. Ich habe, wie wohl viele Frauen, jahrelang die falschen getragen. Falsche Größe – kein Wunder, dass da nix saß und drückte. Daheim ziehe ich auch gern keinen BH an und laufe oben ohne. Da mein Busen sehr groß ist und ich früher gehänselt wurde, weil er zu klein war (ja ja Jungs, von wegen!) setze ich ihn manchmal gern in Szene. Leider leide ich auch an Endometriose und hab dadurch oft einen aufgeblähten Bauch. Da kann so ein Busen schön ablenken 😉 Was mir aber auch sehr geholfen hat, meinen Körper so zu nehmen, wie er ist, ist Bauchtanz. Das klingt total komisch und nach Klischee. Aber die Frauen tun mir einfach gut. Denn in der Gruppe haben wir alles: kleiner Busen, großer Busen, dicker Bauch, total schlanke Damen, junge und alte. Und wir nehmen uns alle so wie wir sind. Gut tat mir auch der Film bzw die Doku: „Die mit dem Bauch tanzen“. Da wird einem klar: Mädels, nehmt euch, wie ihr seid und genießt das Leben! Ihr seid schön! Jede auf ihre Art!“ 🙂 Mich machen die vielen Dahnungsstreifen, die ich seid der Pubertät habe viel mehr mit und lassen mich gedanklich oft nicht in Ruhe. Durch meine Schwangerschaft kommen grad neue dazu…am Ende sehe ich aus wie ein Zebra. Aber mein Mann sagt, er liebt mich und küsst sie dann. Was will ich mehr? Sollen andere doch lästern. Dafür bekomm ich ein Kind – eine Höchstleitung für den Körper. Und die Seele. Liebe Grüße an euch alle!

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  14. fujolan schreibt:

    Daumen hoch, feiner Text.
    Hier großer Fan von Calida Bustiers, die super super bequem und hinreichend halt gebend sind.
    Noch so’n Effekt nach-Kind: Meine Haut hat beschlossen, dass alles außer Baumwolle und alles mit festen Nähten evil ist und umgehend zu so ’ner Teenie-Akne führt. So there.

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  15. Mareike schreibt:

    HAMMER! Mega toller Text. Danke!

    Ich bin neuerdings der absolute Fan von Sportbustiers. Wenn die eine Brust nun deutlich größer als die Andere und dazu auch nicht mehr so straff, da fühle ich mich einfach nicht mehr so wohl in BHs. Außerdem ist so eine Sportbustier meist günstiger und deutlich bequemer 😉

    Wenn wir uns so lieben könnten, wie es unsere Kinder tun und uns mit ihren Augen sehen, was wären wir glücklich und zu frieden 😉

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  16. Ziemlich geil und auf den Punkt. Ich hab mich auch schon lange von G-Strings und anderem unbequemen Darunter verabschiedet. Und mir – im Gegensatz zu dir – dieses Jahr, aus Rücksicht auf die Mitwelt erstmalig einen Badeanzug gekauft. Schön gefüttert. Bäh, jetzt kann ich deinen Widerwillen gut nachvollziehen. Zweimal getragen, dann während des Italien-Urlaubs einen ganz knappen Bikini von Desigual geshoppt. Und schwupps, habe ich mich gleich viel mehr nach „Ich“ gefühlt.

    Danke für den tollen Text!

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  17. Angela schreibt:

    Ich finde, wir sollten uns viel mehr bewusst machen, welch unglaubliche Leistungen unsere Körper während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit erbringen. Und auch später noch, wenn z.B. ein Kindchen in den Schlaf zu wiegen ist, so wie du erzählst. Ist doch echt ein Hammer! Und wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Bei jeder Sportart akzeptiert man, dass die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden usw. Aber Eltern- und im Speziellen Mutterschaft? Die soll keine Spuren hinterlassen? Und, wie schon mehrfach geschrieben wurde: dafür haben wir ein Kind!! Übrigens habe ich schon öfter gelesen, dass die Kalbsschnitzel nicht unbedingt eine Frage des Stillens wären, sondern eher der ganz normalen Alterung des Bindegewebes, das genetisch bedingt ist. Eine direkte Vergleichsstudie wird man nie machen können.
    Ich glaube, dass es wichtig ist, sich selbst und seinen Körper zu mögen, und für manche bedeutet das, sich „hübsch“ zu machen – wie auch immer das dann im Einzelfall aussieht. ABER: das sollte man FÜR SICH tun, weil man SICH SELBST wohl(er) fühlt damit, und nicht, weil man anderen gefallen möchte! Außerdem nicht zu vergessen: das Vorbild für unsere Kinder, ob man nun einem Mode-Diktat folgen möchte, oder eben nicht. Deshalb, ihr lieben Mit-Mütter da draußen: nehmt euch diesen wunderbaren Artikel von Liz (endlich gab’s mal wieder was zu lesen, hab mich sehr gefreut!) zu Herzen und gönnt eurem Körper das, was sich gut anfühlt!!
    Danke, Liz, du bist wunderbar! 🙂 ❤

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  18. Astrid schreibt:

    Toller Text, danke! Ich gehöre auch gern zur No-Bra-Fraktion – ziehe einfach ein Top mehr als Unterwäsche an, bilde mir zumindest ein, dass die Leute nicht blöder gucken als sonst auch. Ansonsten gibt’s bei COS auch schöne und bequeme BH’s

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  19. jana schreibt:

    yes! danke! zauberhaft geschrieben und aus der mama-seele gesprochen. ein Traum. es ist einerseits ein unglaublicher stolz – wenn auch das das falsche wort ist – dafür, dass Frau genau das hinbekommen hat, was ihr Körper nun mehr auf diesem weg wandelnd – deutlich macht und doch ab und an das tiefe ächzen – hm…und das soll jetzt so bleiben? vieles hat sich verändert und frau ist sich bewusst, womit sich Frau früher noch so oft „ver-kleidet“ hat. nö. ich bin mama und das mit vollem Bewusstsein. und wenn ich denke, was wir Frauen heben dürfen – manchmal sind es drei mit einem mal, weil sie nun mal alle in dem moment das gleiche möchten. wir würden sie kilometer-weit tragen, wenn es denn sein muß und wir können es auch. tschaka, baby! und zauberhafte große mini-wesen wollen weich liegen, so macht kuscheln auch viel mehr spaß! 🙂
    danke für diese zeilen!

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  20. Anina schreibt:

    Wunderbar geschrieben, und grad zur rechten Zeit… Ich muss gestehen, ich hadere öfter als erwartet und erst recht öfter als mir lieb ist mit den Kalbsschnitzelchen und dem Marsmallowbauch. Mein 16 Monate alter Sohn hat allerdings seit ein paar Wochen seine Liebe zu letzterem entdeckt: Da kann man so kuschelweich drauf liegen und sich reinwuzeln und drauf einschlafen…und ab und an wird mein Shirt hochgeklappt und der weiche Bauch kriegt einen nass-schmatzigen Kuss. Und ich dazu ein strahlendes Lächeln. Jawoll mein Söhnchen, Recht hast du…

    PS: Ich hab Dein Blog sehr lieb gewonnen!! Bin sonst eher genervt von Social Media und dem ständigen über alles und jeden geblogge, bin da eher analog unterwegs, aber das Kiddo ist schon eine sehr besondere Angelegenheit!

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  21. Alexandra Berg schreibt:

    Klasse geschrieben. Ich finde bei h und m im Onlineshop gibt es ganz schöne triangle bhs. Ohne Polster ohne Bügel ohne Kram. Und recht bequem. Liebe Gruesse

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  22. Tara schreibt:

    So hier gebe ich zum allerallerersten Mal überhaupt jemals und irgendwo einen Kommentar hier ab, weil ich deine – erst kürzlich entdeckten – Texte einfach nur genial finde und dieser speziell auch so einiges in mir berührt. Ich bin ziemliche Neu-Mama, und stille meinen kleinen Schatz nun seit 5 Monaten und geplant so lange wie er das möchte. Trotz der Freude, die mir das Stillen schenkt, ist da ganz im Hintergrund doch auch ein leicht besorgtes Gefühl, was das wohl mit meinen Brüsten machen wird. Der Rest des Körpers ist nach der Schwangerschaft und einem Notkaiserschnitt natürlich auch nicht mehr der von vorher. Dabei will ich mich einfach nur entspannen mit allem. ALLEM. Mir fiel zu dem Thema eine Fotografin ein, deren Bilder genau aus dem Geist heraus und mit der Botschaft entstehen, die ich hier bei dir gefunden habe…http://www.jadebeall.com/about…Ebenso genial und mich oft zu Tränen rührend…Liebe Grüsse

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