Elternprekariat.

Es soll Eltern geben, deren Familienleben ist eine einzige Zauberwolke aus Vintagemöbeln, Wolle-Seide und Superfoods. Da gibt es auf Instagram und den Blogs allerlei schöne Dinge zu bewundern. Lustig geformte Glühbirnen an bunten Textilkabeln über sorgsam verwetzten Eichentischen. Eine Küche voller Jacobsen-Stühle; auf mindestens zweien sitzen stilsicher gekleidete Kinder, die mit trendigem Kupferbesteck säuberlich ihre Edamame picken. Strahlende, locker bleibende Mütter in authentisch zerrissenen Jeans, die das Elternleben so sehr lieben, jeden Tag. Und der Urlaub war so wunder-wunder-wunderschön.

Dieses Glück, überall und ständig. Da zählen die kleinen Unannehmlichkeiten des Kinderhabens doch gar nicht.

Doch. Die zählen. Bei uns zählen die. Vermutlich macht uns das zu einer Art Elternprekariat. Weil wir nämlich überhaupt nicht mehr lustig drauf sind, wenn das Kleinkind den ganzen Tag mit infernalischer Lautstärke seinen Weltschmerz kundtut. Weil wir es gar nicht mehr schön finden, Eltern zu sein, wenn wir die zehnte Kackwindel des Tages unter heftigster Gegenwehr gewechselt haben (und das Badezimmer danach ein Fall für die Seuchenschutzbehörde ist). Ich darf getrost für den Mann mitsprechen, wenn ich sage: Es ist verdammt oft verdammt anstrengend. Unsere Wohnung sieht dauernd aus wie Sau, nur die Konstellation des Chaos ändert sich. Wir sprechen zu oft über das Kiddo und zu selten über uns. Wir haben noch nicht herausgefunden, wie das mit der gerechten Verteilung so wirklich funktioniert, deshalb diskutieren wir auf unschöne Weise über Kleinigkeiten. Wir sind manchmal einfach nur bocklos, müde und überdrüssig. Und sagte ich schon, dass es bei uns total laut ist? Und dreckig? Und, ach ja, laut?

Wir wollten das ja so. Das übliche Totschlagargument einer gewissen Sorte Mensch. Aber: Genau genommen wollten wir es nicht so. Eigentlich wollten wir ja Eichentische und Edamame und wunder-wunder-wunderschöne Urlaube. All das, was man bei anderen Internet-Eltern bestaunen kann – das wollten wir. Wie, das ist nicht echt? Sowas aber auch.

Jetzt muss ich natürlich sagen – das ist quasi der Pflichtteil – dass wir das Kiddo wahnsinnig superlieb haben und niemals wieder hergeben würden und wir seit ihrer Geburt viel intensiver leben und so. Stimmt auch alles. Aber trotzdem sind wir manchmal intensiv angekotzt. Ich wünsche mir, dass wir manchmal intensiv angekotzt sein DÜRFEN. Dass alle manchmal intensiv angekotzt sein dürfen, ohne dass sie deshalb in der öffentlichen Wahrnehmung blödere Eltern sind als die mit den Hochglanzfassaden.

Bin ich am Ende neidisch? Natürlich bin ich das. Auch wenn ich weiß, dass viele Texte und Bilder bis ins Detail inszeniert sind, treffen sie mein defizitäres mütterliches Ich an einem wunden Punkt. Die Texte und Bilder sagen dem mütterlichen Ich: Wieso schaffen die das und Du nicht? Wieso sind die so entspannt und belastbar und lustig, während Du mit Kacke am Ärmel zum Kunden gehst? (Letzteres allerdings selten mit Absicht). Das mütterliche Ich weiß es nicht besser in seiner Unsicherheit, es lässt sich blenden und verwirren und hadert mit dem Zustand der Wohnung, der Ehe, des Kindes.

Bleibt zu hoffen, dass das innere Laissez-faire sich mit zunehmender Übung noch einstellt. Das Designerzuhause müssen wir uns wohl für immer abschminken, die Elternroutine kommt vielleicht mit der Zeit. Und das mütterliche Ich, es vielleicht wächst es ja parallel zum Kiddo seiner Kleidergröße. Es wird stabiler, sicherer, weniger zerbrechlich. Weniger anfällig für den Druck von außen.

Bis dahin sieht es bei uns im Innen und Außen eben so aus. Aber manchmal auch so. Und mit Sicherheit immer so.

Disclaimer: Wir haben das Kiddo wahnsinnig superlieb.

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58 Gedanken zu “Elternprekariat.

  1. Ich liebe ja so ehrliche Beiträge :). Beide Daumen nach oben – diese heile Instagram-Welt kann ich manchmal echt nicht sehen… Ich bewundere wirklich die Menschen die sich entweder, so meine erste Theorie ein eigens abgeschlossenes Zimmer für ihre Insta-Fotos zugelegt haben oder, so meine zweite Theorie vor jedem Insta-Foto einen Aufräummarathon starten, nur um dieses eine perfekte Foto schießen zu können… Mir fehlt solche Authentizität wie sie dein Text hat so sehr im http://WWW...

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  2. sternenmeer schreibt:

    Das ist nicht echt. Ganz bestimmt nicht.
    Du bist echt! Deswegen lese ich Dich so gern!

    Und hier sieht es auch total chaotisch aus. Und schmutzig ist es. Und ich könnte aufräumen und putzen oder ein wenig Rückbildungssport machen.
    Mache ich aber nicht, sondern ich lieg auf dem Sofa neben dem schlafenden Baby #2 und lese Deinen Blog.
    Und vielleicht schlafe ich gleich auch noch etwas. Dann halten die Nerven den Nachmittag mit beiden Kindern etwas besser aus.

    Es wird bestimmt nicht weniger anstrengend. Aber man kann, glaube ich, irgendwann besser damit umgehen.

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  3. Ja also, und Supermodels essen den ganzen Tag Hamburger und Schokoladenkuchen…
    Die mit den Eichentischen und Edamamen und wunder-wunder-wunderschönen Urlaube haben genauso verseuchte Badezimmer und sind manchmal einfach nur bocklos, müde und überdrüssig. Nur macht sich das eben nicht so gut auf den Fotos für die hübschen rosaroten Kinder-Design-Blogs..
    Und jeder DARF intensiv angekotzt sein, falsch, MUSS sogar. Alle Eltern die das nie sind, stehen wahrscheinlich unter Dauerbedrogung und sind ein Fall fürs Jugendamt. Oder so ähnlich.

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      • Ach so und: Nein, es wird nicht weniger anstrengend, im Gegenteil. Ein 4-jähriges Kind davon zu überzeugen, dass es bei Sturzregen keine Sandalen anziehen kann ist um einiges anstrengender als einem einjährigen Stiefel anzuziehen. (ich lass es jetzt mal bei diesem einen Beispiel…). Aber wir haben sie unendlich ganz doll lieb.

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  4. Sehr schön, wie immer eigentlich. Ich bewundere die Designer-Instagram-Mamas auch immer. (Ich fotografiere zwar auch gern die sauberen, aufgeräumten Ecken unserer Wohnung, aber zähle mich nicht mit zu diesen Kreisen.)
    Es ist mir machmal ein Rätsel wie man sein Kind für so manches Designerstück begeistern kann. Der Minimann bekleckert alles, egal wie teuer es auch war. Wahrscheinlich werden die Wäscheberge dann in bunte, weiße Wäsche und Designer-Stücke unterteilt. 😀

    Es ist natürlich einfach gesagt, aber man sollte sich nicht vergleichen. (ja, ich hau mich selber für diesen Spruch…)

    Ich hab irgendwann einfach damit aufgehört und irgendwie in meinen/unseren Rhythmus gefunden.
    Das Kiddo wird dir sicher irgendwann dankbar sein, dass sie nicht für ein perfektes Foto ins Rampenlicht gerückt wurde. Ok, vielleicht kommt eine Zeit, in der sie dich mit dem Wunsch nach Designerklamotten nerven wird, aaaaaber bis dahin hast du ja noch ein bisschen.

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  5. Nein ECHT! Das ist nicht echt!!! Ich glaube keine Minute dass es bei den Hochglanzeltern wirklich immer aufgeräumt und sauber ist. Und dass sie immer gelassen sind. Und entspannt. Und nett. Und dass sie wirklich ihre Urlaube immer wunder-wunder-wunderschön finden. Kann nicht sein!
    Ich würde sogar sagen: Lasst doch lieber das Wohnzimmer (wahlweise jedes andere Zimmer oder gleich die ganze Wohnung) unordentlich und ungeputzt sein, die Kinder stört es nicht! Die Kinder sind nicht ordnungsliebend und sauber, also müsste man das ja die ganze Zeit unter extra Stress und Zeiteinsatz aufrecht erhalten – die Ordnung und Sauberkeit. Da habe ich doch lieber ein bisschen mehr Zeit mit den Kindern oder ein bisschen weniger Aufräumstress und bin dann etwas gelassener gegenüber den Herausforderungen, die das Elternsein auch ohne Aufräumen und Putzen bringt.
    Kennst Du nicht das Gedicht, in dem es darum geht, dass das Spielzeug und die Flecken, die uns jetzt nerven, uns später fehlen werden? Heulen könnt ich gleich immer wenn ich’s lese, also lass bloß die Unordnung Unordnung sein.
    Ich steh zu meiner Unordnung. Siehe hier: https://vonkindernundkusinen.wordpress.com/2014/12/08/wohnzimmer-impressionen/
    Was ist schlimm daran? Nichts! :o)
    Liebe Grüße
    Kusine B.

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  6. Vintagemöbel geht ja noch. In vielen Wohnungen stehen Möbel und Wohnaccessoires von Hay, Fern Living, Housedoctor und Konsorten für fünfstellige Beträge herum und sehen IMMER aus wie frisch aus dem Möbelhaus. Die Kinderzimmer sind lichtdurchflutet und minimalistischst eingerichtet. Das chice Spielzeug vom Designer im angesagten Mid-Century-Look liegt niemals einfach mal so rum.

    What kind of magic is this? Unser Sofa war nach ein paar Wochen mit Neugeborenem überall vollgekotzt. Im Laufe der Monate und Jahre kam noch diverser Schnodder sowie einige Kugelschreiber-Kunstwerke hinzu. Ich bin zähle mich eher zu den ordnungsliebenden Menschen, aber das konnte ich trotzdem nicht verhindern, geschweige denn beseitigen.

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    • Eben. So ist es.
      Mit Vintagemöbeln meinte ich auch eher die teuren dänischen Einzelstücke aus den 60ern. Zeug von Trödel haben wir auch, das gefällt mir, aber teuer aussehen tut es nicht so.

      Und: das Kiddo verweigerte bisher JEDES chice Spielzeug, das ich ihm kaufte. Es steht ungemein auf Plastikschrott.

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  7. Sehr lustig geschrieben – und ja: hier ist es auch eher „so“.
    In deiner Blogroll – die sich mit meiner doch ziemlich überschneidet – finden sich ja zum Glück einige „Prekariatselter(n)“, bei denen es auch nicht immer ordentlich heiditei-vintage-eierkuchenmäßig abgeht, oder? Das ist auch der Grund, warum ich die so gerne lese und ich den Hochglanz eher meide, vorallem in Phasen, in denen es bei uns mal wieder besonders „so“ ist (also eigentlich immer).

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  8. Germanleg schreibt:

    Der Küchenfußboden ist sauber, wenn die Katze nicht festklebt.
    Und mit 2 Kindern (9 und13) weiß ich, der Grunddreck bleibt, er ändert nur die Zusammensetzung und den Ort wo man ihn findet (aber man muss ja nicht vorsätzlich suchen.)

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  9. Großartig, ich bin ein großer Fan Ihres Blogs!
    Nur eine Sache: ich denke schon, dass es diese Instagrammeltern (was ist Instagramm?) wirklich gibt. Für die ist ihr Design eben wirklich, wirklich wichtig, worüber ‚man‘ noch leicht stehen kann; jedoch gibt es auch diese entspannten Eltern, deren Urlaub mit drei Kindern einfach schön ist. Ich/wir gehören auch nicht dazu, was ich schon weniger leicht weg stecke.

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    • Instagram ist eine Plattform/App, auf der man Fotos posten kann. Rechts in der Seitenleiste sind die aus meinem Account abgebildet.

      Ich habe auch gar nichts gegen schöne Urlaube 🙂

      Bloß wenn immer alles total schön und toll dargestellt wird, das ist mir irgendwie zuviel.

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  10. Edamame musste ich erstmal googeln, ich Rabenmutter, ich. Mag toll auf Fotos aussehen und supigesund sein…, kommt mir trotzdem nicht ins Haus.
    Bei euch siehts’s ja echt übel aus und intensiv angekotzt und neidisch seid ihr manchmal auch – dann geht’s euch ja wie mir, und mir wie euch!
    Gut zu wissen, bin beruhigt und erleichtert. Dachte schon, ich wäre die einzige, die genau das denkt und fühlt, was Du oben beschreibst.

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    • Ja, wir sind schreckliche Asis. Und unsere Wohnung ist nicht mal hell. Dabei braucht man Lichtdurchflutung unbedingt für schöne Fotos. Tja.

      Edamame ess ich auch nicht, kann gesund sein wie es will. Gestern gab es: Waffeln.

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  11. Hanna schreibt:

    Hihi, genau so werde ich vermutlich in ein paar Monaten auch denken. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es irgendwelchen Eltern nicht so geht!

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  12. M. schreibt:

    Hihi, dachte zuerst, dass das “ ihren Edamer picken“ heißen sollte. Aber das konnte ja gar nicht sein, denn erstens vertippst Du Dich ja sonst auch nie und zweitens: Was ist an Edamer stylish? Naja, hab’s jetzt auch mal gegoogelt…
    Kupfer, ich kann’s nicht mehr hören! 😉 Bei uns ist auch immer alles krümelig und klebrig (drei Kinder), aber wer weiß, vielleicht liegen leicht angesiffte Wohnungen ja demnächst auch mal voll im Trend!

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  13. Wundervoll! Weil es so wahr ist!
    Und ich finde es übrigens zum Kotzen, dass wir Mamas uns gegenseitig dazu zwingen, immer eine Liebeserklärung in unser öffentliches Schimpfen einzubauen. Herzliche Grüße aus dem vermutlich doppelschlimmsten Saustall 🙂

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  14. Guten Abend! Bei mir (Mama, großes Kind 6, kleines Kind 1,5) sieht es anscheinend soooo schlimm aus, dass die eine Oma (nicht meine Mutter) sich Gedanken darüber macht ob die Kinder hier gut aufgehoben sind. Die andere Oma sagt, es geht schlimmer 😉.
    Ich denke ja, das alle die so ein wunderschönes Zuhause haben, eine Putzefee ihr eigen nennen. Hätte ich allerdings auch gern so zwischendurch an Großkampftagen.
    Viel Spaß und ganz viel Liebe in eurem Chaos wünscht Astrid

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    • Isch habe eine Putzfee … und 2 Tage nach ihrem allwöchentlichen Besuch schauts wieder aus wie immer. Also so, wie oben beschrieben. Mit normalen Alltag ist das Zeitfenster zu kurz, um für ne ganze Woche Social Media Posts zusammenzuschustern.

      Ich deklariere die bunten Wände (nicht von mir!) einfach als kontinuierliches Kunstprojekt, dass den Entwicklungsstand der Kinder dokumentiert. So. Wer will da schon über Strichmännchen und XXO-Rätsel debatieren? Eben.

      Und wenn ich lichtdurchflutete Dings und Bums haben will, nehme ich Fotofilter 😉 Dann sieht auch der 08/15 Küchentisch vom Schweden irgendwie fastbeinahe interessant aus. Naja, jedenfalls in meiner Fantasie.

      Aber im Grunde – kann ich diese geschönten Bildchen auch nicht leiden. Und der Neid überkommt mich dann auch, wenn ich mal wieder über Wäscheberge steigen, Bettenburghöhlen ausweichen und dabei undefinierten Klumpen auf dem Boden ausweichen muss.

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  15. Also bei uns kann man vom Boden essen…man findet immer was, da is meine Tochter echt Kumpel und ich oft einfach zu „bocklos, müde und überdrüssig“ – vielleicht zauber ich mal was „Zusammengefegtes“ und poste das mal auf Instergram #floorfood #küchenbodenrestefürgäste?
    Edamame, allerdings hab‘ ich noch nie gefunden, hm?! Hätte aber auch gar kein feines Kupferbesteck da, insofern auch wieder okay…
    Danke, Liz, für deine ganz wunderbaren Artikel, in denen ich mich so sehr wiederfinde!
    Liebe Grüße, Claudia

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  16. Ich liebe dich für „das Kleinkind den ganzen Tag mit infernalischer Lautstärke seinen Weltschmerz kundtut“. HERRLICH und genau das. Das Julimädchen tut grad den ganzen Tag nichts anderes als das. 😀

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  17. Hat dies auf ~Kleinkind an Bord~ rebloggt und kommentierte:
    So herlich ehrlich – und ich kann das so gut nachvollziehen. Vielen was einen Stresst, auf das man keine Lust hat und wo man manchmal einfach Luft raus lassen muss. Meistens Gegenüber seinem Partner, selten aber leider auch mal gegenüber dem kleinen Menschen.

    Auch in unserem Urlaub gab es momente in denen ich einfach nicht mehr konnte und das Gefühl einfach nur fertig zu sein und das im Urlaub. Also die Erholungsurlaube wie man sie von früher kannte sind wohl erst einmal vorbei 😉 Dennoch ist es eine viel schönere Zeit und ich möchte sie in 98% der Zeit nicht missen – und die 2% gehören wohl einfach dazu 🙂

    Ich bin sehr froh, dass ich nicht die einzige Mutter bin die manchmal einfach die Schnauze voll hat und sich fragt wie andere Mütter das so perfekt hinbekommen 😉

    Danke an kiddo.the.kid für diesen tollen Blog Beitrag!

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  18. mom schreibt:

    Ich mag ja besonders gerne die Mormon mommy blogs, wo ich immer den Eindruck habe, dass da ein enormer Trust Fund irgendwo im Hintergrund steht – wer kann sich denn sonst leisten, mit drei bis fünf Kindern einen Verdiener zu haben und sich eine schnieke Riesenhütte hinzustellen oder ständig in New York essen zu gehen oder so?
    Also, davon braucht man sich echt nicht verunsichern lassen. Alles schöner Schein. 🙂

    PS: Aber Edamame sind echt total gut.

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  19. Du schreibst mir aus der Seele, oder aus meinem Leben. Wie auch immer, hier ist es genau so. Wir versinken im Chaos (und es stresst mich, aber ich kriege es nun mal mit zwei Kleinkindern und Job nicht auf die Reihe). Also fühle Dich getröstet! You are not alone!

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  20. Auch wenn Details abweichen, erkenne ich doch fast alles wieder. Wer es mit kleinen Kindern schafft durchgängig sauber/modisch gekleidet herumzulaufen, die Kleinen ebenfalls stilsicher zu kleiden, genug und gesund zu essen, genug zu schlafen, mit dem anderen Elternteil nicht fast nur über die Kinder zu reden und dazu noch die Wohnung so sauber und ordentlich zu halten, dass man unangemeldeten Besuch gern hereinbittet, hat entweder Hauspersonal oder sehr aufdringlichehilfsbereite Eltern/Schwiegereltern am Ort. Anders geht das kaum.

    Die Instagramm-Familien-Blogs verhalten sich zur Realität (sicher auch zu der Realität der dort abgebildeten Familien und Wohnungen) ungefähr so wie Katalogbilder im Reisebüro zu den tatsächlichen Gegebenheiten am Urlaubsort. Wer solche Bilder hinkriegt, ohne mit dem abgeschlossenen Extrazimmer von Klaudia bloggt… oder einer Putzhilfe und Aufräum-Gewaltaktionen vor Fototerminen zu arbeiten, ist mir ein wenig unheimlich…

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  21. mom schreibt:

    Ich glaube, die macht das halt zu Prio Nr. 1 und setzt entsprechend viel Zeit und Druck dahinter (von frommen Bibelsprüchen ganz zu schweigen), dass das geht. Ich bin mir sicher, dass das funktioniert – meine Schwiegermutter hat das mit ihren Kindern vorexerziert, die waren schon klein richtige Ordnungsfanatiker…aber man muss das halt intensiv genug wollen und ständig durchziehen.
    Bei meinem 1. Kind war mir das einfach nicht Anliegen genug, jetzt bereue ich es mitunter sehr, den Hang zum Chaotentum nicht ab der 1. Windel bekämpft zu haben. Ehrlich gesagt sehe ich mich aber auch bei Kind Nr. 2 (20 Jahre später und weiser) scheitern.

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  22. Ich küsse Dich auf jeden Deiner gestern Abend leider vergessen abzuschminkenden Augenringe. Solche Texte brauchen wir. Jeder von uns. Jeden Tag. Weil es so unendlich tröstlich ist. ❤
    PS.: Edamame und Jacobsen-Stühle? Wie lang war ich denn weg?

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  23. Ich bin ja ein Fan der oberflächlichen Sauberkeit, saugen ja, wischen nein. Und alles immer von einer Ecke in die nächste Räumen, um den Raum, z.B. Esszimmer für Kaffee mit den lieben Schwiegereltern, aufgeräumt zu haben. meist beschwert sich dann meine Große, wenn sich in ihrem Zimmer die Wäschekörbe stapeln😊

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