Dein Kind ist’n Arsch.

kackhaufen

 

Die Welt wäre so unheimlich schön, wenn alle Menschen, die man leiden kann, auch Partner und Kinder hätten, die man leiden kann. Ist aber nicht so. Kennt man ja: Liebster Mensch, auf den man nimmermehr verzichten könnte, verliebt sich. Toll, denkt man. Liebster Mensch ist glücklich, also bin ich auch ein bisschen glücklich. Verknalltsein gönnt man dem liebsten Menschen sehr. Bis man dann den/die Partner/in kennenlernt. Der/die in so vieler Hinsicht saudoof ist, dass man es gar nicht fassen kann. Eine dramatische Situation, das.

Und wie ich mittlerweile feststellen durfte: Es gibt das auch mit Kindern. Es war da also dieses Elternteil (aus verständlichen Gründen nicht näher benannt), das ich ziemlich gut leiden kann. Ein entspanntes, witziges Elternteil. Gut angezogen auch noch. Es könnte alles so schön sein – hätte man sich nicht „zur Abwechslung mal“ samt Kinder getroffen. Es ist nämlich so: Das Kind ist’n Arsch.

Jahaaa, ich höre vor meinem inneren Ohr schon jetzt die empörten Rufe – ich dürfe doch kein Kind Arsch nennen, es seien doch Kinder, die könnten doch noch keine Ärsche sein, und überhaupt, Verständnis und so! Reife! Vorbild! Erwachsensein! Alles schön und gut, aber das ändert nichts daran, dass ich das Kind dieses liebenswerten Elternteils spontan nicht ausstehen konnte. Das Kind ist älter als das Kiddo, der Sprache mächtig und angeblich ganz versessen auf Babys. Das äußerte sich als Allererstes in der Feststellung, dass das Kiddo aussehe wie ein Kackhaufen. Anschließend wurden sich hartnäckig die Augen zugehalten, um sich vom ekelerregenden Anblick des Kiddo abzuschirmen. Mit zugehaltenen Augen lief das Arschkind dann prompt gegen einen Stromkasten und schlug sich die Birne an. Infernalisches Geschrei. Gefolgt von der Behauptung, das Kiddo sei schuld, schließlich wurden die Augen ja wegen ihm zugehalten. Das supernette Elternteil schämte sich ein bisschen.

Das Arschkind gewöhnte sich in der folgenden Stunde, motiviert von seiner neuen Kopfbeule, an die Kiddo’sche Optik. Wir wagten uns, im Außenbereich des Eiscafes Platz zu nehmen. Das zauberhafte Elternteil ging rein und besorgte uns Eis. Währenddessen sagte das Arschkind zu mir: „Ich mag Dich gar nicht leiden.“ Ich täuschte einen Hustenfall vor, um nichts Unüberlegtes zu sagen. Danach putzte ich mir umständlich die Nase, aus dem gleichen Grund. Als ich mich nach meiner Handtasche bückte, sah ich gerade noch, wie das Arschkind unter dem Tisch in das Kiddo-Beinchen zwickte, kurz bevor das Kiddo anfing zu weinen. Ich blickte das Arschkind sprachlos an. Es blickte sprachlos zurück und lächelte. Das wunderbare Elternteil kam mit dem Eis wieder und fragte gut gelaunt nach unser aller Befinden, woraufhin das Arschkind mit Rehblick behauptete, es sei vom Kiddo getreten worden und das täte immer noch ganz doll weh. Das Elternteil nahm das Arschkind in den Arm, streichelte ihm das Haar und erklärte, dass das Kiddo dafür noch gar nichts könne, es sei ja noch so klein.

Das Arschkind nahm seinen Eisbecher in Augenschein, probierte einen Löffel Eis und stellte dann fest, das Eis schmecke wie Kackhaufen. Und sehe auch so aus (na, welche Sorte war’s?). Es setzte dabei ein Gesicht auf, das ich leider nur als bräsige Trotzschippe bezeichnen kann, und verweigerte jegliche angebotene Eis-Alternative. Jeden Gesprächsversuch, den das coole Elternteil und ich noch so unternahmen, wurde vom Arschkind sabotiert. Ich hielt noch eine Stunde durch und simulierte dann einen wichtigen Kundenanruf, der mich leider, leider direktemang zurück an den Schreibtisch zwang. Zum Abschied rief ich ganz warmherzig, dass wir sowas doch gern mal wieder machen könnten. Zum Glück kann ich gut lügen.

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43 Gedanken zu “Dein Kind ist’n Arsch.

  1. Wiedermal herrlich kurzweilig und realistisch geschrieben. Ich kenne das auch, sowohl, dass man das Kind von netten Eltern kacke findet als auch dass die Eltern von netten Kindern unsympathisch sind. Im Alter Deines Kiddos kannst Du ja die Kontakte noch selbst steuern. Wenn die Kinder älter werden, muss man sich dann gezwungenermaßen auch mit Kindern/Eltern abgeben, die man nicht toll findet, nur weil das Kind eben mit einem anderen Kind befreundet ist. Ich habe es bisher geschafft, Verabredungen mit einem Kind aus der Kitagruppe des Großen abzuwimmeln, das total aufdringlich, aber unsympathisch ist. Da sind die Eltern z.B. recht nett, aber das Kind unerträglich. Dann wiederum hat mein Sohn einen Freund, wo der Papa nett ist, aber ich zur Mama überhaupt keinen Draht habe. Das ist auch immer schwierig, weil man die Freundschaft der Kinder ja gerne erhalten möchte.
    Ich denke, es gibt diese Chemie, die wir Erwachsene zwischen unsereins spüren oder nicht, auch zwischen Erwachsenen und Kindern. Wobei es in Deinem erzählten Fal sicherlich nicht nur eine Frage der Chemie war. Die Feuerprobe kommt für Eltern dann, wenn das Kind sich selbst aussucht, mit wem es spielen und sich verabreden will. Bis dahin: genieße, dass Du auswählen kannst;)

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    • Klar tut es das. Es weiß genau, was es tut und testet immer aus, wie weit es gehen kann. Und schlau sind sie, sie passen genau auf, dass sie nicht beobachtet werden oder achten jedenfalls darauf, dass sie gegenüber den relevanten Personen (also Eltern oder Lehrer, je nachdem) glaubwürdig die gekränkte Unschuld spielen können.

      *geht schaudernd ab*

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  2. Oh ja, ich kenne so etwas nur zu gut. Ich hab in meinem Beruf so einige Arschlochkinder kennengelernt. Meistens Jung. Ich hab den Kindern meistens eine klare Ansage gemacht und dann war oft Ruhe. 🙂 Natürlich hab ich es nett aber bestimmend gesagt.

    Ich mag es, wie du schreibst!

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  3. Oh Schreck! schreibt:

    Ich finde, du hast sie Situation ganz toll gelöst und bewundere deine Geduld!

    Wahrscheinlich war das Arschkind auf irgendwas/irgendwen eifersüchtig, das würde sein Verhalten erklären. Trotzdem verstehe ich dich als betroffene Mama sehr gut, dass dich das grün und blau geärgert hat!! Ich glaube, ich hätte nicht solange durchgehalten…

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  4. mom schreibt:

    Ich war mal mit einem A…kind und seiner Mutter essen, und das A…kind hat sich in seiner jugendlcihen Provokationslaune darin gefallen, meinen Beruf runterzumachen. Ich fand es sehr unangenehm, dass sich die Mutter das schweigend anhörte, denn eigentlich fand ich, es wäre ihre Aufgabe, da für höfliches Verhalten zu sorgen. Die Mutter tat nichts und tat nichts, ich wollte weder Mutter noch Kind blamieren und für Szenen sorgen, aber irgendwann dachte ich mir: Nein. Das A…kind muss lernen, dass wir uns als Besuch nicht so verhalten.
    Worauf ich kurz etwas massiv wurde, das A…kind betreten und stumm den Abend verbrachte, und die Mutter sich danach bei mir bedankte, weil ich was gesagt hatte. Sie wäre auch so angenervt gewesen. Und das hab ich absolut nicht verstanden, dass sie da so lange ungerührt zugehört hat, ohne zu signalisieren, dass das A…kind sich jetzt genug blamiert hat.

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  5. Ich habe auch eine Freundin, die ist der liebste, hilfsbereiteste, freundlichste Mensch, den man sich vorstellen kann und sie hat nicht ein grässliches Kind, sondern gleich zwei…Ich nenne sie die Zwillinge aus der Hölle…treffe die Freundin jetzt nur noch, wenn die Höllenkinder in der Schule oder sonstwo sind….;-)

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  6. 😀 Schön geschrieben… und spätestens, wenn das Arsch-Kind mit geschlossenen Augen gegen den Stromkasten gelaufen wäre, hätte ich mir wahrscheinlich ein Lachen nicht verkneifen können. Ich habe zwar selbst noch kein Kiddo, aber jeder, der mein Kiddo einen Kackhaufen nennt, verdient die geballte Ladung Stromkasten.

    Klingt auf jeden Fall nach einem echten Satansbraten… also das Arsch-Kind, nicht dein Kiddo 😉

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  7. Heike schreibt:

    Haha, ich kann es mir bildlich vorstellen! So extreme Kotzbrockenkinder hab ich noch nicht getroffen, aber Kinder die nie Spielzeug abgeben, wenn wir zu Besuch kommen, sich heulend in die Ecke schmeißen, wenn das Besucherkind den blauen Becher wählen darf. Anstrengend. Zum Gluck hat da auch die (supernette) Mama immer Schuldgefühle und beruhigt ihn. Ich würde mir solche Machtspielchen von Kindern auch nicht gefallen lassen. Entweder das Horrorkid humorvoll auf die Schippe nehmen oder die Mutter fragen, ob sie was dagegen hat, wenn man das Kind zurechtweist. Der Freundin ist ja auch nicht damit geholfen, wenn keine Freundin mehr Lust auf gemeinsame Treffen hat, weil ihr Kind alles sabotiert und sie kriegt es nicht mit.

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  8. opa stefan schreibt:

    Arsch-Kind find ich schon grenzwertig, ist schließlich noch ein Kind in Entwicklung u. wer weiß schon wie sich das eigene entwickelt oder wie man selber mal war. Nichts für ungut.

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    • Also Papa! Wenn Du mir jetzt erzählen willst, dass ich selbst ein Arschkind war! Außerdem hab ich nichts fieses zum A-Kind gesagt. Dabei wären mir so viele fiese Dinge eingefallen. Oh Gott, jetzt rechtfertige ich mich öffentlich. In meinem Alter. Orrr.

      Und glaub mir: Würdest Du das Kind persönlich kennen, Du wärst der Erste, der sich mit dem nicht mehr treffen will 🙂

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    • Brilli Vanilli schreibt:

      Lieber Opa Stefan, das ist aber auch eine grenzwertige Entwicklung die das (Arsc****kind) da durchzumachen scheint 😉 oder nicht? Ich stelle da unter uns schon ein weig das Verhalten der Eltern in Frage, wenn ein kleines Kind schon auf so ausgebuffte Sachen kommt, wie unterm Tisch das arme Kiddo zwicken und dann so ne Geschichte bei der Mutter raushauen? da find ich die hier häufig zitierte Wortwahl für das Kind sehr treffend.

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  9. Beppo schreibt:

    Don’t blame the kid!

    Ich kenne das auch. Kinder, die z.B. wie ein Überfallkommando das fremde Kinderzimmer entern und nicht im Traum daran denken danach aufzuräumen. Oder andere Kinder, denen man etwas verbietet, nur damit sie dann sofort genau das dann sofort machen.

    Mal abgesehen von unterschiedlichen Temperamenten, charakterlichen Eigenheiten bin ich aber ganz stark der Meinung, dass das auch immer eine Folge der Erziehung der Eltern ist, auch wenn die doch eigentlich ganz zauberhaft sind. Und, wie wir alle wissen, ist es bei den lieben Kleinen doch sowieso nur nur eine Phase. 😉

    Im konkreten Fall würde mich mal interessieren wie alt das Kind war. Und abseits der Theorie würde ich nach entsprechender Ankündigung so ein unerquickliches Treffen einfach beenden.
    Später noch einmal probieren und wenn es wieder so läuft geht es eben nicht.

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  10. Eigentlich haben ja alles Recht – die, die sagen „Don’t blame the kid“ und die, die sagen „Was für ein Ekelpaket“. Letzten Endes weiß man ja nicht, warum das Kind so handelt. Ich nehme stark an, es ist nicht fies auf die Welt gekommen. Mein Vater schrieb mir gestern noch, dass er sich vorgestellt hat, jemand anders hätte so über mich oder meinen Bruder gesprochen – und die Vorstellung war natürlich nicht so toll. Das stimmt. Wenn ich mir vorstelle, jemand bezeichnete das Kiddo als A-Kind…fies.

    Andererseits sind ja auch Kinder eigenständige Menschen – die einen mag man, die andern eben nicht. So vom Wesen her. Das Kind ist gute 3 Jahre alt. Vielleicht ist das so eine Altersstufe, die generell schwierig ist? Ich weiß es ja nicht aus eigener Erfahrung.

    Ich habe mir in der Situation jeglichen Kommentar verkniffen, weil ich einfach nicht weiß, wie ich mit sowas umgehen soll. Spontan kommen mir natürlich haufenweise kindische Sachen in den Sinn. Ich bin ja auch die, die sich mit Halbwüchsigen auf der Straße total albern streitet wegen Lappalien (Du bist scheiße! – Nein, DU bist scheiße! – Nein, DU bist viel scheißer! usw usw)

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  11. Reiskoernchen schreibt:

    Ich glaube, ich wills wissen, wenn mein Kind sich so arschig benommen hat, während ich weg war. Und würde es sich so verhalten, wie Dein beschriebenes A****kind, dann würde ich auch nicht nur betreten und schämend daneben stehen…
    Ich denke, so ganz kommentarlos hätte ich den Nachmittag nicht verbringen können. Vielleicht kommt es auch drauf an, wie gut man das Elternteil kennt…

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  12. Fujolan schreibt:

    Also, ich bin ein Fan von ehrlichen Antworten.
    Auf „Ich kann dich nicht leiden“ antworte ich gerne freundlich sachlich „Dein Pech“ oder „Musst du auch nicht. Aber ich muss mich auch nicht mit dir unterhalten“ + Tischwechsel.
    Gewalt gegen andere Kinder ist ein NoGo. Ob klein gegen groß oder groß gegen klein, ich bin da interventionistisch veranlagt und nicht der Meinung, dass ich da nur bei den eigenen Kindern einschreite. Zumindestens klar signalisieren „Ich habs gesehen. Das ist scheiße“

    ‚türlich isses nicht nett, anderer Leute Kinder als A…Kind zu bezeichnen. Ehrlich gesagt, ist aber unser Kinder auch alle Jubeljahre mal ein A…Kind und warum sollten nur wir Eltern das Privileg haben, das anzumerken.

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  13. Tomi schreibt:

    Hihi, da ist er wieder, der „jaaa,genau – kenne ich“ – Moment!Darum lese ich hier so gern…und ich habe es im Dunstkreis der Tochter auch mit der Kombi aus super lieben Eltern und Arschkind zu tun. Finde das Wort auch nicht so nett, aber alles andere trifft es einfach nicht. Dieses Kind IST einfach ein Arsch…aber, und da muss ich mich den Vorrednern auch anschließen: meins an schlechten Tagen auch!Dann frage ich mich Abends was ich Jesper Juul technisch da wohl wieder alles falsch gemacht habe und schäme mich auch ziemlich, aber an diesen Tagen weiß ich, was alle anderen denken wenn wir vom Spielplatz abziehen…und ich kann definitiv sagen, das 3 ein ziemlich „arscheskes“ Alter ist!😂

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  14. Mel schreibt:

    ich liebe es; einfach wie du schreibst. 😀 Sicher sind es Kinder und sicher hat man auch Geduld… In solche Situationen wünsche ich mir dann aber auch das die Mutter ein Machtwort spricht. Dumm nur wenn das A.Kind so gewitzt ist und die Hälfte hinterm Rücken macht. Und JA, man darf als Erwachsener der Ansicht sein, das es A.Kinder gibt, auch wenn es „noch“ Kinder sind.^^

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  15. Lily schreibt:

    Ich glaube, ich hätte dem Kind ein bisschen die Tageszeit angesagt nach der Kneif-Aktion. Im Beisein der Mutter, samt Nennung von Ross und Reiter. Nur, damit die nette Frau sich nicht im Irrtum befindet über die Dinge, die ihr Sprößling so am Start hat. Manche Eltern scheinen regelrecht dankbar zu sein, wenn man die Hausordnung klar stellt- ich hatte da schon erhellende Diskussionen darüber, wer wo zu Kritik berechtigt ist. Manche finden, dass die Gastgeber bzw Wohnungseigentümer diejenigen sind, die die Grenzen aufzuzeigen haben. Manche, so ich auch, sind der Meinung, dass es Verhaltensweisen gibt, die nirgendwo tolerabel sind, und korrigieren ihr Kind entsprechend. Es geht ja darum, dass sie sich eben nicht wie A…er betragen. Mir zumindest.

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    • Die Kneif-Aktion war halt arg grenzwertig. Sowas ist mir in meinem kurzen Mutterleben noch nicht passiert, daher war ich glatt überfordert. Die ganze Begebenheit ist schon eine kleine Weile her – heute wäre ich auch direkter in der Ansage. „Schlechtes“ Benehmen ist soweit kein Drama, finde ich, das kommt halt vor. Anderen Leuten wehtun ist ein anderer Schnack.

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  16. Dorte Fanz schreibt:

    Ich kenne das auch, mit dem Aufregen über andere Kinder. Vor allem, wenn sie gemein zum eigenen sind. Da erwacht die Löwin in mir. Und wenn ich ehrlich bin, ärgere ich mich fast noch mehr über Eltern, die bei sowas nie eingreifen oder mal ne klare Ansage machen. Allerdings werden wohl alle Eltern irgendwann auch mal damit konfrontiert, wie ihr eigenes Kind etwas Arschiges macht. Und dann schämt man sich und fragt sich, was man wohl falsch gemacht hat. Aber das fängt meistens erst später an, wenn die Trotzphase in vollster Blüte blüht… Mit 1 Jahr kann man sich gar nicht vorstellen, dass das eigene Kleine auch so richtig ausrasten, andere an den Haaren ziehen und mit Fäkalsprache um sich werfen kann. Kann es aber. Genieß die Zeit, wo es noch unschuldig und engelsgleich ist! Ich habe mir nach dementsprechenden Erlebnissen irgendwann mal vorgenommen, dass ich andere Kinder freundlich aber bestimmt zurecht weise, wenn es die Eltern nicht tun und mein eigenes Kind leidet. In diesem Sinne: Frohe Ostern!

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  17. Und zum Erschrecken über das eigene Kind noch eine kleine Anekdote, ist einer (immer sehr ruhigen, freundlichen) Bekannten passiert: Sie war mit ihrem knapp 4-jährigen Sohn einkaufen und an der Wursttheke bekam er eine Scheibe Wurst (das wird wohl nie aussterben). Die Mutter: „Bedankst du dich auch?“. Kind: „Danke, du Scheiß-Wurstverkäuferin!“. Ich musste so lachen! Was kann man da noch sagen?

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    • Hahahaaaaa, ich bin fast zu Boden gesunken vor Lachen! Vor solchen Sachen sind wir wohl alle nicht gefeit. Bin jetzt schon gespannt, wo mich das Kiddo mit seinem eisernen Willen überall blamieren wird. Mir schwant Böses.

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  18. Super Geschichte;) Ich finde man darf Arschlochkind sagen….ist ja nicht in Stein gemeißelt. Vielleicht verwächst sich das ja noch;)) Ich hoffe nur, dass deiner Bekannte deinen Blog nicht kennt, sonst wird es wohl keine Wiederholung mehr geben…

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  19. lareine schreibt:

    Es gibt einfach Eltern, die blind für das Verhalten ihrer Kinder sind. Manchmal eben auch nur phasenweise. So schleifen sich dann manche Verhaltensweisen ein.

    Ich hab mir mal Tritte einer Kindergartenkindes eingefangen, das uns mit Mama besucht hat. Ich hatte dem Kindchen gesagt, dass ich nicht reagiere, wenn es mir seine Stiefel ans Schienbein wirft und: „Anziehen!“ verlangt.
    Da trat es mich dann.
    Ich blicke völlig entgeistert zur Mutter. Mutter seufzte leidend: „Ja, so ist sie immer …“
    Ich glaube, es dauerte ein bisschen, bis das Fragezeichen auf meiner Stirn verschwand …

    Das ist übrigens mal wieder sehr lustig geschrieben! Ich erinnere mich immer noch gern an den Artikel über den Clown im Kindercafé. Das war auch so ein Brüller 😉

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  20. Katja schreibt:

    Oh ja, man darf Arschkind sagen! Letztes (Schul)Jahr erlebte ich eine Bestätigung meiner durchgängig währenden Antipathie eines KiGa-Jungens gegenüber, welcher in die Gruppe meines Sohnes ging. Schon die Mutter war mir unsympathisch mit ihrem schwarzen 80er-Jahre-Revival-Kajals im Auge, die sich durchgängig über die asozialen Eltern und Kinder des KiGas ausließ. Ihr Sohn soll schon meinen Hund mit Stöcken beworben haben, der abseits des KiGas draußen angebunden wartete, während ich meinen Sohn abholte. Mutter soll wenige Meter daneben gestanden, aber nichts mitbekommen haben. Nun wurde mir das nur zugetragen, ich war ja drinnen.
    Aber kurz vor der Einschulung kam mir das Arschkind direkt vor dem KiGa entgegen, lauthals vollkommen unmotiviert „Arschgesicht, Arschgesicht“ durch die Gegend krakeelend, und Mutti lief 10m dahinter. Bekam aber wieder nichts mit, weil sie angeregt mit ihrer Lieblingslästerschwester, … äh -mutter, tratschte.
    Da konnte ich wunderbar in mich reinlachen, seitdem hat der Junge nämlich einen ganz speziellen Spitznamen in meinem Kopf.

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  21. Frawi schreibt:

    Eine Freundin empfahl mir diesen Blog. Als Mutter eines einjährigen Wusels habe ich es heute nach drei Tagen Vorgenommen-Habens endlich geschafft, tatsächlich ´reinzuschauen. Und diverse Male Tränen gelacht. Vielen, vielen Dank! Ist direkt unter Favoriten abgespeichert worden.

    Zu den AKs (wie meine Freundin die Arschlochkinder nach einem Kabarettisten nannte): Nett ist doch auch, wenn die Blagen vor dem Sofa auf dem Boden liegen und einen enthusiastisch mit nackten Füßen an die Knie und Beine treten (große Schwester macht es vor, kleiner Bruder macht es nach), man sich leicht bescheuert und auch ein paar Prozent gedemütigt vorkommt – und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum. Kinder lachen, finden´s toll, das Wort AK bekommt immer mehr Inhalt und Charakter und man ist letztendlich peinlich berührt, dass die Eltern NIX tun. Wie sollen die Kinder denn so gutes (= sozial akzeptiertes) Benehmen lernen? Liebe Eltern, helft euren Kindern, vielleicht ja doch kein AK zu werden!

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