Denkfragment No. 1

Foto 20.03.15 09 57 33

Manchmal reicht es einfach nicht, mit allem. Also mit nichts. Nicht mit der Zeit, nicht mit der Ruhe, nicht mit der Hirnleistung. Daher spucke ich Inhalt in unfertigen Häppchen aus. Zeug, das mich umtreibt. Wenigstens das.

+++

Ich wickele das schlecht gelaunte Kiddo im Bad. Der blöde Klettverschluss der Stoffwindel zieht Fäden aus meinem Wollpulli, wie schön. Der Mann kommt rein und setzt sich aufs Klo. Wir beginnen ein ungutes Gespräch über die Vorsteueranmeldung. Oh, wow. Waren wir wirklich die, die bei Mondschein am Hafen saßen und selbstgemischten Cola-Rum aus einer alten Wasserflasche tranken und schier implodierten, weil alles so unheimlich richtig und gut war? Waren wir diese Leute? Sind wir es noch? Diese leicht überheblichen, unsicheren Kinder mit ihrer zerbrechlichen Künstlerattitüde, die sich aneinander aufrecht hielten? Oder sind wir jetzt praktisch und zweckmäßig und ohne Befindlichkeiten? Ich habe keine Ahnung. Ein Baby zu bekommen, verändert alles, sagen alle. Irgendwann wird es wieder Hafen und Rum geben. Memo an mich: Der Kiddo-Oma möglichst bald einen Flug buchen.

+++

Ich habe mein ganzes Leben lang super geschlafen. Schlafstörungen? Kenn ich nicht. Hinlegen, Buch lesen, einschlafen, fertig. Tja, das waren Zeiten, nicht wahr? Seit 13 Monaten habe ich nicht länger als 4 Stunden am Stück geschlafen, und das war schon spektakulär. Meist schlafe ich nur 2 Stunden ohne Unterbrechung. Oft auch weniger. Das Kiddo ist eine irre schlechte Schläferin, und nichts, was wir versucht haben, konnte das ändern. Nachts abstillen nach Gordon? Apokalypse. Rumtragen? Ruhig, aber wach. Und zwar hartnäckig. Nebendran liegen und ignorieren? Alarm! Laut! Ausquartieren? Geht räumlich (noch) nicht, und ich wette eine Million Mark, dass es nicht helfen würde, wenn es ginge. Ja also. Ich bin offiziell am Ende mit meinem Rat.

+++

Manchmal bin ich so genervt. SO genervt. Darf man so genervt sein von seinem Kind? Hauptsächlich dann, wenn es einen nachts wieder gefoltert und man am nächsten Morgen eine Deadline hat. Und außerdem kein Kaffee mehr da ist, während das Teufelskind gleichzeitig unaufhörlich quengelt. Wer ist denn da nicht genervt? Gibt es jemanden? Bitte melden.

+++

Manchmal bin ich so verlebt. SO verliebt. Ist das nicht auch wieder pathologisch? Dass mir gleichzeitig tausend schreckliche Situationen einfallen, die dem Kiddo wehtun könnten (oder es umbringen, Horror!). Dann möchte ich die ganze Welt hinter ein Türgitter sperren und mit Eckenschutz bekleben. Und weiß doch, dass das nicht geht. Und verzweifele ein bisschen daran.

+++

Toi Toi Toi. Klopf auf Holz. Wir haben wahrscheinlich bald eine tolle Kiddo-Betreuung. Ein paar Details müssen noch passen, aber es sieht gut aus. Es sieht sogar so gut aus, dass ich es kaum glauben kann. Ich halte es da ja mit meinen keltischen Vorfahren, die ständig misstrauisch gen Himmel äugten, immer sprungbereit – wer weiß, was sich die Götter als nächstes einfallen lassen. Vielleicht sollte ich mal einen Kurs in Optimismus besuchen.

Advertisements

43 Gedanken zu “Denkfragment No. 1

  1. Hatte schon Bedenken, dass nichts mehr kommt. Das mit dem Türschutzgitterinstinkt gibt sich spätestens beim Zweiten…. Babysitter? Viel Erfolg. Unsere ist gerade Hals über Kopf abgehauen. War Spanierin. Hier in Deutschland nur wegen deutschem Freund. Shit happens…

    Gefällt mir

  2. Heidi schreibt:

    Ach Liz, ich kann bei so vielen deiner Denkfragmente mitfühlen.
    Ich bin überzeugt davon, dass kaum etwas einen Menschen so kaputt macht, wie dauerhaft schlechter Schlaf. Unser Sohn hat in des Kiddos Alter auch unglaublich schlecht geschlafen. Wir konnten uns einfach nicht mehr vorstellen, wie sich durchschlafen anfühlt (oder mal 3 Stunden am Stück). Aber irgendwann, da wurde es dann doch ganz plötzlich besser. Zum ersten Geburtstag war es noch katastrophal, mit 15 Monaten auf einmal nur noch mit einmal nachts aufwachen und plötzlich, einen Monat später hat er mal eine Nacht durchgeschlafen (wir waren sicher, er ist tot…). Seitdem wurden die guten Nächte immer häufiger. Irgendwann ist es einfach so weit. Haltet durch!
    Jetzt ist er zwei und die Nächte sind im Durchschnitt ok. Nur das frühe Aufstehen (gern mal um 5, später als 6 ist ein großer Erfolg), das nervt immernoch.

    Gefällt mir

    • Ich warte schon so gefühlt ewig auf besseren Schlaf. Kann mir dabei zusehen, wie meine Eigenmotivation schwindet. Vor einigen Monaten nahm ich es noch relativ locker, aber mit der Zeit drängt sich der Gedanke auf, dass es für IMMER so bleiben wird. Naja, so fühlt es sich zumindest an.

      Schläft Euer Sohn bei Euch oder im eigenen Zimmer?

      Gefällt mir

      • Heidi schreibt:

        Wir haben damals nach 15 Monaten die Gunst der Stunde genutzt und ihn in sein Zimmer umziehen lassen. Ich hatte den Eindruck, dass wir ihn dann weniger störten. Am Anfang war es natürlich echt anstrengend immer in ein anderes Zimmer zu rennen, wenn er nachts wach wurde. Kombiniert damit habe ich allerdings dann auch nachts abgestillt, weil ich den Eindruck hatte, dass er sich damit eher aufputscht als beruhigt. Also schwer zu sagen, was genau zum Erfolg führte. Ich denke, es war einfach nur die Zeit. Es bleibt nicht für IMMER doof. Versprochen.

        Gefällt mir

      • Ja, das schrieb ich hier auch gerade – wahrscheinlich kommt einfach irgendwann der richtige Zeitpunkt und es geht besser. Fast wurscht, was man macht. Ein Erfolg wäre schon, dass das Kiddo vom Papa in meiner Abwesenheit die Flasche nimmt. Dann könnt ich mal in nem anderen Zimmer schlafen oder *schock* richtig lange ausgehen.

        Gefällt mir

  3. Rotezora schreibt:

    Das mit dem Schlafmangel ist echt grauenhaft…
    Mit 15 Monaten docke ich meinen Sohn nachts einfach an wenn er quengelt und ich penne direkt weiter. Das funktioniert bei uns sehr gut. Mittlerweile dockt er sich tatsächlich auch mal von alleine ab um auf dem Bauch einzuschlafen! Es geht vorwärts! Bestimmt auch bald bei euch! Um den ersten Geburtstag herum soll ja eine anstrengende Phase sein. Das wird bald besser! Ich drück euch die Daumen!
    Und mit dem genervt sein kennt bestimmt jeder. Meiner wohnt am liebsten auf mir. Eigentlich kann er ja super laufen aber sobald ich was interessantes mache, was er nicht sieht oder es ihm nicht gut geht: zack, auf den Arm. Da könnt ich ihn manchmal aus dem Fenster werfen. Wenn ich saumäßig rücken schmerzen habe und einfach mal spülen will, weil die Küche aussieht wie sau und die ganze Zeit jemand an deiner Hose zieht und dich anquiekt, weil er unbedingt zugucken will… Aber selbst das schaff ich schon einarmig. Genauso wie schnibbeln, kochen, putzen…
    Aber was wollte ich sagen?
    Du bist nicht allein. Bald wird alles besser 😉

    Gefällt mir

    • Ich stille nachts auch immer gleich. Früher ging das total gut, denn da ist sie immer sofort wieder eingepennt. Mittlerweile ist der Schlaf trotz Stillen sehr unruhig, oft wälzt sie sich dann jammernd herum, nickt kurz ein, wacht dann doch wieder auf…Orrrr. Dann wieder stillen, wieder einnicken, ne Stunde später wieder das gleiche Spiel. Dass um den ersten Geburtstag rum eine ausgesprochene Nerv-Phase sein soll, hab ich jetzt schon mehrfach gehört. Vielleicht ist die dann ja bald vorbei *hoff*

      Gefällt mir

  4. Ich kann Dich so gut verstehen! Fühl Dich gedrückt.
    Wegen des unruhigen Schlafs: uns hat ein Hängesessel sehr geholfen. Hab mich mit dem Baby da reingekuschelt, geschaukelt und irgendwann sind wir beide eingeschlafen. War immer noch zu wenig. Aber zumindest etwas besser.

    Es geht vorbei.

    Gefällt mir

    • Ein Hängesessel? Sowas wie die Federwiege nur ohne Feder und in größer? Das Kiddo lässt sich nachts so gut wie gar nicht auf den Arm nehmen, es strampelt dann direkt wie verrückt. Aber Hängesessel klingt trotzdem gut. Wo kriegt man denn sowas?

      Gefällt mir

  5. pa schreibt:

    Maaaah… DANKE! Ich mißbrauche dein Blog jetzt kurz um Dampf abzulassen 😎 Zwar haben wir hier zu 90% gute Nächte, momentan ist aber untertag ganz schön ungut mit dem Schlauberger(21 Monate). Er haut und spuckt. Nicht ständig aber schon mehrmals täglich. Hören mag er auch 0. Ist halt blöd wenns gefährlich wird. Grad vorher hab ich mich beim Gedanken erwischt, er solle froh sein dass er MEIN Kind ist sonst hätt ich ihm vermutlich schon eine „geschmiert“… 😢
    Ich werd‘ nie jemanden Gewalt antun! Um Gotteswillen! Aber ich war dann echt über mich selbst erschrocken wie genervt man sein kann das man SOWAS denkt – und noch dazu vom eigenen Kind – dem größten Schatz den man hat.
    Jetzt ist er zum Glück im Bett und pennt – gute Zeit zum Runterkommen und daran zu denken wie toll er sonst eigentlich ist(und der Zirkus momentan ist NUR NE PHASE…)
    Sorry fürs jammern…man ist einfach manchmal genervt vom Kind! LG

    Gefällt mir

  6. Ines schreibt:

    Oh ja, das kenn ich auch. Unser kleiner ist jetzt bald 2 und gefühlt schlafe ich genauso lange nicht mehr… ich hab Fotos von mir von vor 2 Jahren gesehen, da sah ich noch 10 Jahre jünger aus! Ich hoffe, das wird wieder besser (und das fahle, faltige Gesicht erholt sich wieder!)

    Gefällt mir

  7. Ich kann vor allem bei dem Part mit der Beziehung mitfühlen (noch ist mein Kleiner ja friedlich in meinem Babybauch). Man denkt ja immer, dass man selbst da die Ausnahme wäre, aber irgendwie habe ich schon ein wenig Angst, wie sich die Beziehung verändert, wenn der Zwerg erstmal da ist…

    Gefällt mir

    • Meine These ist mittlerweile: Die Beziehung ändert sich im Grunde nicht, nur die Sollbruchstellen werden (deutlicher) sichtbar. Diese Grundsatzdinger, über die man so streitet – die werden mit Kind vielfach schärfer, glaube ich. Dafür fetzen wir uns nur noch selten um irgendwelche Kleinigkeiten. Die treten im Moment eher so in den Hintergrund.

      War man vor der Geburt ein richtig gutes Team, ist man das auch danach *find*

      Gefällt 2 Personen

  8. anna schreibt:

    Hier! Seit Elf Monaten nicht mehr als drei Stunden. Musste kürzlich anfangen, Vollzeit zu arbeiten, und bin echt froh, dass viele anstrengende Phasen nun in der Krippe stattfinden. Schlechtes Gewissen? Überraschend wenig.. Zur Einarbeitung waren drei kurze (zwei Nächte jeweils) Dienstreisen nötig, und ich hab die Abende grinsend alleine im Hotelzimmer verbracht.. Ach das mit der Partnerschaft! Bei uns wars Weißweinschorle auf Parkbänken/im Wald/ auf Autobahnbrücken, scheint auch wie aus einem anderen Leben. Aber als junge (haha, ich meine: neue) Erstlingseltern weise ich mich selbst immer wieder darauf hin, dass es irgendwann auch wieder „normaler“ wird, auch wenn man sich das grad überhaupt nicht vorstellen kann. Und ich hab noch Glück mit meinem über-sweeten Baby!

    Gefällt mir

    • Ich find auch, ich hab eigentlich Glück. Das Schlafen ist auch echt das einzige Ding, was am Kiddo so richtig stressig ist.

      Allerdings ist dauerhafter Schlafmangel wirklich total nervzerfetzend, finde ich. Hätte nicht gedacht, dass ich das so lange durchhalte, ohne den Verstand zu verlieren.

      Gefällt mir

  9. theresa schreibt:

    DANKE! Ich schlafe ebenfalls seit fast 12 Monaten maximal vier Stunden am Stück. Ich erschrecke oft, wenn ich mittags das erste Mal in den Spiegel sehe. Bin übrigens auch davon überzeugt, dass Schlafmangel graue Haare wachsen lässt (- oder wieso bitteschön hab ich seit Geburt meiner Tochter eine „Fell“färbung wie ein Dachs?).
    Bei uns laufen die Nächte genauso ab wie bei Euch. Bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die sich dieser Folter unterziehen muss. Unser Kind schläft seit paar Wochen übrigens im eigenen Zimmer – und es hat sich NICHTS geändert – außer, dass ich sie eben nachts irgendwann dann mit in unser Bett nehme, weil mir die ständige Lauferei zu anstrengend wird. Der Freund schläft eh seit paar Wochen auf der Couch – so haben wir das gaaanze Bett für uns alleine…
    Hab ich mir das Familienleben so vorgestellt? Nein.
    Würde ich den kleinen Spatz wieder hergeben wollen? Nein!!
    Alles wird gut. Irgendwann.

    Gefällt mir

  10. Wirdschonwieder schreibt:

    Es gibt wohl Schlafberater. Hat mir mal eine Mutter erzählt. Ihre Tochter schlief noch schlechter als ihr eh schon schlecht schlafender Sohn und beide brachten die armen Eltern um den Verstand. Dann kam die Schlafberaterin, stellte das Bett anders, checkte Schlafsack, Decke, Windzug, Licht, Temperatur und Geräusche, wurschtelte irgendwas um und guess- Kinder schliefen maximal besser bis durch. Ist keine urban myth! Wer das war und wo man die herbekommt weiß ich allerdings nicht, das müsstest Du mal herausfinden. Aus eigener Erfahrung mit mehreren Kindern kann ich nur sagen: Wenig Schlaf= wenig Geduld=wenig Spaß=wenig kreative Ideen=ausgeprägtes bis schizoides Ungerechtigkeitsempfinden=unangenehmer Lebenspartner und beleidigte Leberwurst und dann manchmal auch ein bisschen blöde Mama….

    Gefällt 1 Person

  11. kimo schreibt:

    Auch von mir: Duchhalten! Bei uns (fast 14 Monate) eigentlich jede Nacht andocken alle 2 Stunden. Wenn es mal 4 waren, eine riesige Erholung. Und diese Woche habe ich schon 3(!!) Mal 6 Stunden am Stück geschlafen. Man bin ich ausgeschlafen. Und das obwohl der Schlaf ab ca 4 Uhr dann extrem unruhig war. Ich rechne aber noch fest damit, dass der Schlaf wieder schlechter wird. Und entknittert bin ich nach drei besseren Nächten leider noch nicht 😉

    Gefällt mir

    • Ich hoffe immer, dass es nächsten Monat dann aber wirklich besser wird, und dann wird es noch schlimmer. Heute nacht: stündlich aufwachen, und dann gegen 4 Uhr gar nicht mehr beruhigen und ne Stunde rumgetragen werden müssen. Argh.

      Gefällt mir

  12. Obst schreibt:

    Möchtest du noch einen Erfahrungsbericht zum Thema Babyschlaf? Wenn nicht, ignorier den Kommentar und schalte ihn lieber nicht frei.
    Ich hab dir vor Monaten noch Zombie-Grüße in den Kommentaren hinterlassen, mein Kind ist vielleicht zwei, drei Tage jünger als das Kiddo.
    Ich hab sehr lange nachts geduldig gestillt. Früher hat das Kind auch noch den Kindsvater mit Pulvermilch aus der Flasche akzeptiert und ich konnte mich mal erholen, irgendwann war damit aber Schluss. Ich habe zwei Monate lang alle möglichen die ‚Schlafen-statt-Schreien‘-Ideen umgesetzt, ohne Erfolge was die Nächte anging. Und meine Geduld wurde weniger nach so vielen Nächten mit nur 40-Minuten-Schlafrythmen, meine Laune schlechter und nach einer Nacht in Dezember, in der ich dann sogar 15mal geweckt wurde war meine Motivation für Gordon groß genug.
    Das hatte vier Tage Gebrüll von 23 bis 5Uhr zur Folge und Nachbarn die meinten es hülfe vielleicht auch noch auf den Boden zu trampeln. Ab da waren wir runter auf 3-Stunden-Rythmen, die der Kindsvater wieder mit Flaschenmilch übernehmen konnte. Zu dem Zeitpunkt meinte die Oma, die mit dem Kind täglich spazieren fährt, dass das Kind viel ruhiger, tiefer und entspannter schläft im Kinderwagen (nachts merken wir das ja nicht so, da schlaf ich selber und guck mir nicht mein Kind an). Dann hab ich einen Monat später doch abgestillt und seit dem verbesserte sich der Schlaf kontinuierlich (8 Stunden Schlaf am Stück sind jetzt die Regel). Seit ich mal vier Nächte beruhigt (Keine „Lebt das Kind noch?“-Panik mehr) mehr als 4 Stunden am Stück schlafen durfte, hab ich mein Kind 10mal lieber als vorher. Gruselig aber wahr!
    Davon erzähle ich vor allem, weil du schreibst, das Kiddo würde so unruhig schlafen- so wie mein Kind auch vorher.
    Eine andere Gordon-freie-Methode: Falls das Kiddo einen 3-Stunden-Rythmus hat (und keinen 40Minuten, weil dann braucht sie dich ja für jeden Schlafzyklus zum Einschlafen) – nachts auf Pulvermilch umstelle (manche Babies akzeptieren auch kalte am Abend vorbereitete Flaschen) und dann jede (oder jede dritte oder so) Nacht einen Löffel weniger für die Flaschen verwenden. Ein sanfterer Übergang zur Umgewöhnung, dass die Nächte nicht zum Satt-Essen da sind..

    Falls du keinen Rat möchtest (aber das klingt im Text oben halt so.. ): Ich denke an dich! Ich fühle mit dir und wünsche dir, dass es bald bald besser wird!!

    Gefällt 1 Person

    • Doch, ich möchte einen Rat 🙂

      Und Deine Gedanken dazu sind hilfreich. Gestern sprach ich mit ein paar Mitmüttern und holte mir Tipps zum Flaschenfüttern. So möchte ich das nämlich auch versuchen: Kiddo nachts auf Flasche umstellen. Tagsüber und abends vom Papa akzeptiert es die auch. Ich weiß mir grad nicht mehr anders zu helfen. Dachte immer, dass ich sicher noch länger stillen würde, aber meine Energie ist echt komplett aufgezehrt. Und solange ich stille, ist einfach keine echte nächtliche Gleichberechtigung möglich. Ich muss ehrlich sagen, dass ich da sehr zwiespältig bin. Es tut mir sehr leid, dem Kiddo das Stillen „wegzunehmen“. Zum Glück ist sie keins der Kinder, die das sehr brauchen (zumindest nicht von 5-22 Uhr). Aber andererseits bin ich halt wirklich total am Ende, das Stillen fühlt sich einfach nur noch anstrengend an und wirklich nicht mehr schön. Tja. Ich denke über das Abstillen schon seit ein paar Tagen nach und spüre, dass ich das wirklich machen möchte.

      Zu Gordon: Den haben wir auch schon mehrfach versucht. Ergebnis ähnlich wie bei Euch, nur dass wir bei dem Geschrei früher aufgegeben haben. Wir haben es kein einziges Mal geschafft, in die Phase 2 zu kommen. Es muss ja da eine Alternative geben, es kann doch nicht nur Gorden-oder-Nichts geben. Ich hab schon ganz viele Erfolgsberichte gehört, aber bei uns klappt es damit einfach nicht. Ja, mittlerweile möcht ich auch einfach ganz abstillen. Verklag mich doch einer.

      Wie hast Du abgestillt, darf ich Dich das fragen? Gern auch per Mail (kiddothekid[at|gmx[dot]de). Ich bin da etwas ratlos, wie man das überhaupt macht. Denn ich kenne hauptsächlich die Gordon-Fraktion, die noch abends und morgens weiterstillen möchte, und die Aussagen von Stillberaterinnen (wobei ich Stillberaterinnen beim Thema Abstillen bisher leider gar nicht hilfreich fand).

      Danke fürs an uns denken ❤

      Gefällt mir

      • Sabrinahoney schreibt:

        Kannst du bitte weiter über das Abstillen schreiben! Wir sind auch gerade in der gleichen Sache unterwegs. Unser Sohn ist jetzt 16 Monate und nuckelt nachts 3 mal mind. 30 min.

        Gefällt mir

      • Obst schreibt:

        Wie habe ich abgestillt? (Ich schreib doch mal hier, das scheint ja von Interesse zu sein.)
        Zwei Monate vor dem endgültigen Abstillen, habe ich diese Tipps angewandt:
        http://www.stillkinder.de/8-tipps-fuer-liebevolles-abstillen-nach-dem-1-lebensjahr/
        Das hat gut geklappt, bald haben wir nur im Bett (Einschlafstillen, Durchschlafstillen, morgens-weiter-dös-Stillen) gestillt. Sogar die Nickerchen tagsüber haben wir ohne Stillen hinbekommen (Apropos Einschlaftragen…).
        Nach den 4 Horror-Nächten (ich lüge, es gab eine Woche später bei der Bindehautentzündung noch zwei Brüll-Nächte) war auch das Durchschlafstillen vorbei. Manchmal habe ich auch Vater gespielt und nachts die Flasche gegeben.
        Bis es nur noch Einschlafstillen und morgens-weiter-dös-Stillen gab.
        Dann hab ich meine Hebamme gebeten noch mal herzukommen um herauszufinden, was ich möchte. Ein paar Tage später war es soweit. Es gab kein letztes schönes Abschiedstillen mit tief-in-die-Augen schauen und romantischer Schluck-Geräusch-Untermalung: Es war einfach das morgens-weiter-döse-Stillen und nervig.
        Als erstes habe ich noch ’schnelles Abstillen‘ gegoogelt und ab dann die Brust nicht mehr ausgepackt. Das Kind wusste noch nicht, wie die Brüste aus der Kleidung raus zu ihm kommen, vielleicht war das meine Rettung… Ich habe zu enge Stilltops angezogen, auch sonst eher stilluntaugliche Kleidung. Da das Kind den Vater nachts inzwischen akzeptierte, habe ich drei Nächte nicht bei ihnen geschlafen (und im Kinderzimmer die Handtücher im Stilltop vollgesaut und versucht meine Brüste nicht zu berühren) und auch danach im stilluntauglichen Klamotten geschlafen, denn wer weiß ob mein nächtlicher Autopilot nicht wieder mit dem Stillen anfängt!
        Einen größeren Milchstau habe ich erst nicht erkannt, aber dann gegen die steigende Temperatur und das schwummrige Gefühl nicht nur ne Schmerztablette genommen, sondern auch noch mal komplett abgepumpt (das war nach 30 Stunden ohne Stillen gewesen). Es war viel mehr Milch als ich dachte! Nach 85 Stunden ohne Stillen ging die Milch langsam zurück, zum Schluss habe ich noch einmal abgepumpt, weil es wieder harte Stellen gab. Meine Bilanz sah so aus: 1xSchmerztablette, 1xAusstreichen, 2xAbpumpen, 1xInternethypochondrie, 6xStilleinlagen. Gefeiert habe ich mit engen Kleidern, Ingwertee, Club Mate und irgendwann auch Alkohol.
        Und das Kind? Ich sehe keinen Unterschied, es wird allerdings weiterhin viel gekuschelt. Nur ich bin der Unterschied, denn ich freu mich viel mehr über mein kuschelbedürftiges Kind, da ist wirklich mehr Liebe, Geduld& Verständnis. Was ich aber noch herausfinden musste- Wie beruhigt man ein Kind eigentlich ohne die Brust zu geben? Zum Glück hatte der Kindsvater da schon ein paar Tipps für mich.

        Noch was zu unseren Horror-Brüll-Nächten. Das hier hatte ich mir erhofft: http://sonea-sonnenschein.blogspot.de/2013/06/stillfrei-durch-die-nacht.html Es hat bei uns allerdings länger gedauert, mein Kind hatte beim Brüllen auch mehr Energie. Ich hatte ihn im Arm, auf mir liegen, hab leise gesummt, haben die Nacht-Licht-Marienkäfer-Show angemacht, wieder neben mich gelegt, noch mal Wasser gegeben, den trampelnden Nachbarn die Pest an den Hals gewünscht, das Kind gestreichelt, gewiegt, sanft gerüttelt, sanft den Po geklopft. Das Kind ist dann manchmal auf mir eingeschlafen, aber meist nicht sehr lange (ne Stunde, maximal zwei) und zum Schluss hat es rausgefunden, dass auf dem Bauch alleine schlafen cool ist.
        Was ich wirklich von E.Pantley, der Schlafen-statt-Schreien-Dame mitgenommen habe: Man muss den Veränderungen Zeit geben, nächtliche Umstellungen brauchen manchmal zwei, drei Wochen bis sie sich auswirken.

        So jetzt aber genug! Viel Schlaf und Erfolg allen, die das hier lesen!

        Gefällt 1 Person

    • Mhm, ich weiß nicht ob es das mit der Pulvermilch wirklich bringt. Die meisten Kinder wachen ja auf und wollen nuckeln, nicht weil sie primär Hunger haben. Ich dachte auch, abstillen hilft. Aber jetzt trinkt mein Sohn halt 3 Flaschen Wasser in der Nacht (mind 2 Windeln inkl). Das entlastet vielleicht die Brust, macht die Schlafphasen aber nicht länger 😦 ich hoffe noch, dass sich das alles von allein bessert. Mein kleiner ist jetzt 25 Monate, schläft bei uns im Bett und wir haben gute Phasen (2 mal die Nacht wach) und schlechtere (bis zu 7 mal die Nacht wach). Man lernt die guten Phasen zu schätzen und zu genießen.

      Gefällt mir

      • Echt, er trinkt so viel Wasser? Hat er einen Schnuller? Das Kiddo hatte nie einen, mir kommt es manchmal vor, als ob Kinder mit Schnuller es da ein bisschen leichter haben. Sie wollte aber auch nie einen haben, ganz von sich aus.

        Gefällt mir

      • Nein, mein Kleiner wollte auch nie einen Schnuller. Ich glaube auch, dass es ohne Schnuller schwerer ist, auch wenn einem das nervige Abgewöhnen erspart bleibt. Aber so werden wir jetzt auch irgendwann die Flasche abgewöhnen müssen, vorher mussten wir die Brust abgewöhnen. Es bleibt einem also auch nicht so richtig erspart. Wir haben jetzt schon die 230ml Flasche durch eine mit nur 100ml ersetzt, das akzeptiert er und das hat die Trinkmenge in der Nacht etwas reduziert (er trinkt die Flasche in der Regel komplett leer, bevor er weiter schläft). Außerdem muss er wieder den Sauger für Neugeborene benutzen, damit das Nuckeln nicht mehr so viel Spaß macht und weniger raus kommt. Im Moment sind wir noch froh, dass er nach dem Trinken relativ problemlos weiter schläft (wir haben da schon ganz anderes erlebt und viele viele Nächte hinter uns, in denen trotz Flasche oder Brust nicht an beruhigen oder weiterschlafen zu denken war), aber irgendwann wird natürlich auch die Flasche mal verschwinden müssen 😦

        Gefällt mir

    • Tausend Dank für Deinen ausführlichen Bericht!

      Einen Teil haben wir ja schon geschafft, denn wir stillen seit einer Weile schon nicht mehr tagsüber (bzw sehr selten). Das war einfach, denn das Kiddo hat es nicht eingefordert. An meinem T-Shirt ziehen oder so kommt am Tag gar nicht vor, nachts aber schon, da zerrt das Kind manchmal rabiat an mir.

      Gestern hab ich sie mit Flasche und Tragen ins Bett gebracht, das ging gut, hat sie sofort akzeptiert. Nachts wurde dann wieder gestillt, leider ziemlich oft. Ich hab mir so überlegt, die nächtlichen Stillmahlzeiten schrittweise zu ersetzen. Und wenn wir das geschafft haben, die Flaschenmilch nach und nach zu verdünnen. Bisher endete alles in Richtung „keine nächtlichen Mahlzeiten“ in langem Geschrei…also versuchen wir es jetzt langsam. Ich denke aber auch, dass ich am Ende einige Nächte in einem anderen Zimmer schlafen muss.

      Gefällt mir

  13. HGD schreibt:

    Meiner ist 28 Monate, schläft auch nicht durch und stillt noch. Manchmal schläft er 5-6 Stunden am Stück (maximal), manchmal wird er fast stündlich wach. Die längeren Schlafphasen sind aber immerhin öfter als noch vor einem Jahr (oh schöne Hoffnung!).
    Dafür will er wieder öfters stillen. Hatte ihn schon so weit, dass er nur noch nachts ca 3-4x stillte. Da hatte ich noch den schönen „Plan“: ok, dann irgendwann reduziere ich das auf nur noch 1x nachts und dann gar nicht mehr.

    Jetzt will er auch morgens, mittags, zwischendurch mal zum Beruhigen wenn er einen Trotzanfall hatte,….usw. – Ächz!!
    Soviel zum „Plan“.

    Er hat sein eigenes Zimmer mit Bett und zusätzlich ein eigenes Bett bei uns im Zimmer stehen.
    Wo schläft er?
    Bei uns im Elternbett 😀
    Was ist mit den anderen Betten?
    Das bei uns im Zimmer dient als Kuscheltierablage, das in seinem Zimmer eignet sich tagsüber super als Trampolin! Haben auch diverses versucht mit „schreien lassen“ usw – aber das hält ja kein Mensch aus!

    Abstillen habe ich auch schon diverse Methoden versucht. Bin sogar eine Woche verreist. Allein mit Papa war es kein Problem, weder Stillen noch Milch wurde vermisst. Aber kaum war die Mama wieder da: 1. Amtshandlung T-shirt hochziehen und quengeln …..
    Schreien lassen, Pflaster aufkleben („sind kaputt“), Brustwarzen mit ekligem Geschmack einschmieren (ja, solche Tipps gibt es und ja, irgendwann ist man so weit und probiert das wirklich aus!), langsam reduzieren,…. hat alles nicht funktioniert. Oder wir sind nicht „abgebrüht“ genug, keine Ahnung. Gemäss Stillberaterin liegt es an der „inneren Einstellung“, sprich: ich will echt endlich abstillen, bin total genervt und hochmotiviert das jetzt mit allen Mitteln durchzuziehen (vor allem nach so alle 60 Minuten aufwachen und je 30 Min. stillen Nächten), aber gleichzeitig meldet sich irgendwo ganz leise das schlechte Gewissen, dass ich ihm das jetzt „wegnehme“ und eine schlechte Mutter bin die ihrem Kind wichtige Liebe + Nähe verweigert. So lange man diesen Zwiespalt hat, merkt das auch das Kind. Meint sie. Keine Ahnung. Jedenfalls funktioniert es nicht. Bisher.

    Trost: kaum ein Kind wird mit 14 noch im Elternbett schlafen, Stillen, am Schnuller nuckeln, oder in die Windeln machen. Egal ob sie hochgluckenhafte „helikopter-Eltern“ oder gefühlskalte „Scheissegal-Eltern“, usw haben – irgendwann entwickeln sie sich alle zu sehr selbständigen Persönlichkeiten. (Und dann trauern wir wahrscheinlich den alten Zeiten nach und vermissen das Familienkuscheln im Elternbett 😀 ). Mir haben die Bücher von Remo H. Largo sehr geholfen. Jedes Kind ist anders, jedes hat sein eigenes Tempo und Alter für Entwicklungen. Nicht nur beim Laufen, Sprechen und Co. Sondern eben auch beim Durchschlafen, Abstillen, usw.
    Die bei denen die Kinder schon mit 3 Monaten 9 Stunden durchgeschlafen haben (ja, ich kenne eine Mutter die hat wirklich so ein Kind!), die Kinder mit 10 Monaten von alleine abstillten und mit 14 Monaten keine Windeln mehr wollten weil sie selbst aufs Töpfchen gehen schwören meistens auf irgendeine „tolle“ Methode die angeblich super geholfen hat. Ich glaube meistens hatten diese Eltern einfach nur Glück, dass ihr Kind sich in diesem Bereich eben schneller entwickelt. Die ganzen „tollen Methoden“ funktionieren doch nur, wenn das Kind auch bereit dafür ist.
    Unsere sind es – jetzt – halt noch nicht.

    Es ist immer noch anstrengend. Aber mit der Einstellung „es ist einfach so und ich akzeptiere das ich es so schnell nicht werde ändern können“ kommt man zumindest besser damit klar. Ein bisschen.

    Ja, das Umfeld macht es einem auch nicht leichter „Was, du stillst IMMER NOCH??“ (omg, dein Kind wird bestimmt ein perverser Massenmörder, Muttersöhnchen, usw) – „Wie, der schläft immer noch nicht DURCH??“ (liegt bestimmt am Stillen, Kind ist viel zu verwöhnt, Eltern zu wenig streng, der schläft bestimmt mit 31 noch bei Mutti, usw.)

    Blablabla. Hat irgendwer was gesagt? Oh warte, mein Kind hat gerade entdeckt wie toll Neonrosa Textmarker auf weisser Wandfarbe aussieht. Und beigen Bettdecken. Und grauem Teppich. Und teuren Holzmöblen, und…. ähhh, ich muss los, keine Zeit!

    P.S.: wünsche euch ganz viel G e l a s s e n h e i t
    Vielleicht hilft ja Meditieren. Glaub das probier ich mal aus 🙂

    Gefällt 1 Person

  14. vima schreibt:

    Hallo,
    bei uns war auch dieses Alter sehr schwierig. An Durchschlafen nicht zu denken, Andocken alle paar Stunden nötig. Dazu kam, dass das Kind schon mit 11 Monaten gelaufen ist, das aber so verplant und Hals über Kopf, dass ständige Unfälle vorprogrammiert waren. Also auch tagsüber sehr stressig. Ich bin also soagr in der Wohnung zum Helikopter mutiert und habe dann einen Laufstall angeschafft für zumindest kurzfristige Atempausen. Ich war heilfroh, dass ich aus organisatorischen Gründen sowieso erst nach eineinhalb Jahren den Berufseinstieg geplant hatte, zu dieser Zeit hätte ich nervlich und körperlich keinesfalls arbeiten können. Ein halbes Jahr später war dann zwar auch nicht alles rosig, aber viieel besser, auch die Nächte. Und das kam mehr oder weniger von selbst. Ich habe weiterhin gestillt und fand das nachts sehr erleichternd, da es im Notfall wirklich immer half. Tagsüber habe ich allerdings gar nicht mehr gestillt ab ca. 12 Monaten. Mit zwei Jahren oder so habe ich mich mal von einer Stillberaterin beraten lassen zwecks endgültigen Abstllens (auf Drängen das Papas). Das war auch bei uns allerdings wenig zielführend. So ging dann das abendliche Einschlafstillen noch weiter bis fast zum dritten Geburtstag (Kind hat dann schon durchgeschlafen, war aber sehr ins Stillen verliebt). Wir haben dann die Brachialmethode (Papa verreist mit Kind) durchgeführt und es war dann bei Familienzusammenführung noch mehrere Tage sehr hart, weil Kind sich natürlich nicht austricksen lassen wollte. Insgesamt prognostiziere ich Euch aus meiner Erfahrung eine deutliche Besserung im nächsten halben Jahr 🙂 Sei es mit oder ohne Stillen. Halte durch! Inzwischen ist mein Kind vier und ich kann mir seit kurzem sogar vorstellen, noch eins zu bekommen 😉

    Gefällt mir

  15. Katrin schreibt:

    Liebe Liz

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, es ging bei uns 11 Monate lang genauso, dann habe ich abgestillt. Keine Ahnung nach welcher Methode, ich habe dazu nicht mehr viel gelesen. Hatte vorher auch probiert, sie nachts durch Fläschchen (und das Verdünnen dieser) zum Durchschlafen zu bringen, aber das hat zu nix geführt – nur zu noch mehr Arbeit mit 3 Flaschen in der Nacht.
    Wir haben die kleine Maus nachts einfach versucht ohne Brust zu beruhigen und – weitestgehend- auch ohne rumtragen wieder zum einschlafen zu bringen. Mit gutem Zureden, neben ihrem Bettchen liegen, streicheln. Nach 3 – 4 Tagen war das Geschrei weniger wütend, und nach ca. 10 Nächten hat sie zum ersten Mal durchgeschlafen. Das tut sie seitdem immer wieder mal, oft wacht sie auch noch auf und findet erst nach einiger Zeit wieder in den Schlaf. Das ist dann natürlich noch immer anstrengend, aber – DAS WICHTIGSTE – der Mann kann die Nachtschichten nun genausogut übernehmen wie ich. Wir wechseln uns jede Nacht ab, derjenige der „frei“ hat, schläft in einem anderen Zimmer. Es ist so toll, sich wieder auf das ’schlafen gehen‘ zu freuen, zu wissen, dass man jetzt mal 7 Stunden am Stück schlafen darf (auch wenn man das erstmal gar nicht mehr kann…).

    Ich wünsche Dir, dass es Euch bald besser geht, und dass Du bald einmal die Nacht frei hast!

    Ganz liebe Grüße
    Katrin

    Gefällt mir

    • Ich denke, bei uns läuft es auch darauf hinaus, dass ich mal in nem anderen Zimmer schlafen muss. Ins Bett bringen geht gut mit Tragen und/oder Flasche, nur das nächtliche ständige Aufwachen ist ganz schön hart…da will sie dann auch keine Flasche haben, jedenfalls von mir nicht.

      Ich finde es echt schwer, das alles noch irgendwie hinzukriegen, während beide Eltern am nächsten Tag arbeiten müssen und das Kind noch nicht in der Kita ist…alles läuft total am Limit irgendwie. Naja. Ich denk mir, so oft es geht: Irgendwann wird es besser.

      Ich hab mal gelesen, dass man am Schlafrhythmus der Kinder nicht sehr viel ändern kann, weil der sehr individuell ist. Kenne zwei Kinder im Alter des Kiddos, die wurden kürzlich nachts abgestillt. Sie wachen aber dennoch ziemlich häufig auf – nur, dass sie jetzt nicht mehr gestillt, sondern getragen werden zum wieder Einschlafen. Und DAS find ich persönlich noch viel härter als stillen.

      Gefällt mir

  16. Nane schreibt:

    Schließe mich gerne der Fraktion mit den schlecht schlafenden Kindern an. Leider habe ich direkt zwei davon („Oh wie schön!!! Zwillinge!!“). Zu schön wäre, wenn sie wenigstens gleich schlecht schlafen würden. Aber nein, habe das Gefühl, die sprechen sich da ab. Ist einer nachts zwei Stunden wach, will der andere um 5 Uhr aufstehen. Zwei Kinder bedeutet aber leider auch, dass man sich da als Eltern nicht so schön abwechseln kann (also abwechseln mit aufstehen schon, allerdings nicht mit „ich schlaf mal eine Nacht in einem anderen Zimmer“), denn ansonsten findet man am nächsten Tag einen Zombie-Partner vor oder noch schlimmer: Gar keinen Partner mehr.
    Die am wenigsten tröstenden Worte meiner Einlings-Mama-Freundin: „Ich könnte das ja nicht mit zwei Kindern!“.
    Ich mag verbittert klingen und auch wütend, vermutlich bin ich beides, aber ich habe mir so oft gewünscht es wäre nur ein Kind und mir ausgemalt wie viel einfacher alles wäre. Nichtsdestotrotz, was am Ende bleibt ist wenig schlaf und da ist es unterm Strich ja auch schon wieder egal, wie viel Kinder daran schuld sind.
    In diesem Sinne: Durchhalten und sich regelmäßig mit anderen Müttern schlecht schlafender Kinder austauschen, bloß nicht mit denen, die durchschlafen!

    Gefällt mir

    • Ich versteh das voll und ganz, dass Du auch mal wütend und verbittert bist. Das ist doch absolut verständlich im Angesicht der doppelten Anstrengung. Und auch der Wunsch nach „nur“ einem Kind total nachvollziehbar.

      Ich stelle mir vor, dass Du Dir dann später ins Fäustchen lachen kannst, wenn die Kids aus der ersten Mistphase raus sind und sich miteinander beschäftigen, während die Einzelkindmütter ihren qunegeligen Nachwuchs selbst bespaßen müssen.

      Eine gute Freundin von mir bekam in einem Jahr 3 Kinder. Zuerst eins, dann direkt wieder schwanger mit Zwillingen. Das muss unvorstellbar hart gewesen sein in den ersten zwei Jahren. Mittlerweile sind die 3 ein eingeschworenes Grüppchen und sich selbst oft genug. Während meine Freundin das einfach nur genießt 🙂

      Gefällt mir

  17. Julia schreibt:

    Liebe Liz, ich lese Deinen Blog seit einiger Zeit still mit und liebe Deinen Stil! 😉 Meine kleine Tochter ist etwa in dem Kiddo-Alter (gerade 1 geworden) und ich stille sie auch noch nachts/zum Einschlafen…hätte ich nie gedacht, dass es so lange geht, haha! Sie nimmt keinen Schnuller und keine Flasche und mein einmaliger Versuch, sie ohne Brust (Nuckel) einschlafen zu lassen, hatte ein 20minütiges Gebrüll hervorgerufen. Das machen meine Nerven nicht mit, wenn ich auch die meiste Zeit mit den beiden Kindern (der Große ist 3) alleine bin, da mein Mann viel auf Reisen ist…Puh. Ich muss mir mal überlegen, wie man das „abtrainiert“. Die Gordon-Methode habe ich mir auch schon ausgeguckt..aber habe da so meine Zweifel. Sie ist nämlich sehr ausdauernd und hat große Protest-kraft! 😉 Nun ja – irgendwann hat jede Phase ein Ende, wie Du auch schon schreibst!
    Liebe Grüße, Julia

    Gefällt mir

  18. Hallo,
    ich habe durch Zufall diesen Blog gefunden und lese mich jetzt mal von Anfang an durch.
    Meine Tochter ist jetzt 13 Monate alt und genau in der selben Situation. Sie wird noch abends und nachts gestillt und braucht es zum einschlafen. Manchmal kommt noch der Mittagsschlaf dazu.
    Aber nur am Wochenende. In der Woche klappt es super bei der Tagesmutter.

    Ich bin gespannt wie sich das Schlafverhalten noch entwickelt hat und lese jetzt mal weiter…

    Liebe Grüße
    Kaya

    Gefällt mir

Mitreden (seid nett)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s