Wie wir einmal unseren Kitaplatz aufgaben.

Ich bin übrigens die, die im 6. Schwangerschaftsmonat eine Excel-Tabelle über in Frage kommende Kitas geführt hat. Ich bin die, die nach der Geburt sorgfältige Pläne über künftige Arbeitszeiten und Wiedereinstiegsoptionen für den Mann und mich erstellte. Ich bin die, die alle Hände über dem Kopf zusammenschlug, wenn eine hochschwangere Freundin gestand, noch bei keiner einzigen „Einrichtung“ angerufen zu haben.

Jetzt bin ich die ohne Kitaplatz.

Und das kam so: Wir bewarben uns schon in der Schwangerschaft bei etlichen Kitas, auf den dringenden Rat einer Freundin hin. Und zwar nur bei ziemlich großen Kitas. Auf den Rat ebendieser Freundin hin, die uns gruselige Geschichten über die ewigen Schließzeiten, den dauernden Elternzwist und die ständigen Notfälle kleiner Einrichtungen und Kinderläden erzählte. Brrrr, nein, das wollten wir nicht. Grundsatzdiskussionen über Plastikspielzeug oder Nachtisch? Na Danke. Da profitierten wir doch lieber vom Wissen der Eingeweihten. Also hörten wir auf die Freundestipps und schrieben wir uns auf zwei Handvoll Wartelisten ein, mit einem klaren Favoriten. Beim Rest war ich eher indifferent, der Mann jedoch optimistisch.

Tja nun, mit dem klaren Favoriten wurde es für dieses Jahr nichts. Dafür bot uns eine andere Kita einen Platz an, sogar ab Februar. Februar! Wo man uns doch überall versichert hatte, es ginge frü-hes-tens ab August. Und die Leiterin war sehr sympathisch. Richtig gut war die. Das Gebäude hätte schöner sein können, aber den Kindern ist so etwas ja eher wurscht. Die spielen auch auf einem Komposthaufen, wenn man sie lässt (wie jetzt – Eure etwa nicht? Unseres fände auch einen Atomreaktor oder eine Leichenhalle ganz klasse). Also fassten wir uns ein Herz und unterschrieben den Vertrag. Irgendwo in einem finsteren Bauchwinkel meldete sich ein Gefühl. Ein ganz kleines.

Dann kam das Vorgespräch mit der Bezugserzieherin. Wir kamen an und waren nervös – schließlich sollte es wenige Tage später losgehen. Eine große Veränderung, nicht nur für das Kiddo.

Die Erzieherin begrüßte uns an der Tür – nicht aber unsere Tochter. Seltsam, dachte ich. Aber vielleicht war das ja so ein Prinzip wie bei Hunden? Denen soll man zur Begrüßung auch nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Hunde. Hm. Wir setzten uns in einen freien Raum und füllten Zillionen Fragebögen aus. Das Kiddo turnte derweil durch das Zimmer, immer noch weitgehend ignoriert von der Frau, die bald eine enge Bindung zu ihm aufbauen würde. Hm. Aber wann eigentlich?

Einige irritierende Kommentare der Erzieherin, die ich hier nicht wortwörtlich wiedergeben möchte, gaben dem Gefühl im finsteren Bauchwinkel ein wenig Nahrung.

Abends sagte ich zum Mann, ich hätte da kein gutes Mojo. Der Mann warf mir Dramatik und Negativität vor. Einige Tage später brachen Vater und Kind morgens zur Kita auf. Eingewöhnung! Yay! Ich saß am Schreibtisch und dachte unentwegt an die beiden. Sicher würde unser Kiddo mit seinem unkomplizierten Gemüt schnell Anschluss finden. Und ich bin nun mal gelegentlich etwas melodramatisch.

Es geschah dann aber vielmehr so, dass das Kiddo von seiner „Bezugserzieherin“ nicht wirklich beachtet wurde. Bindungsaufbau? Hallo? War da nicht was? Lange Rede, kurzer Sinn: Das änderte sich dann auch nicht mehr. Unsere Tochter, die fast jeden Menschen mag und deren Herz man in 10 Minuten gewinnen kann, wenn man denn möchte, machte einen zunehmend unglücklichen Eindruck. Und aus meinem kleinen Gefühl im finsteren Bauchwinkel wurden große, fiese Bauchschmerzen.

Also taten wir, was wir tun mussten: Wir kündigten den Vertrag.

Und jetzt? Jetzt sind wir wieder auf Null. Ich telefoniere täglich Kinderläden und sympathische Kitas und Tagesmütter durch. Wenn ich Glück habe, werde ich nur bemitleidet, wenn ich Pech habe, ausgelacht. Ich weiß nicht mehr, auf wie vielen Wartelisten wir mittlerweile stehen oder auch nicht. Ich weiß nur: Wir haben keine Kinderbetreuung und es ist auch keine in Sicht. Wie wir das hinkriegen sollen? Keine Ahnung.

Sind wir eigentlich bescheuert, unseren Kitaplatz einfach so wieder aufgegeben zu haben? Vielleicht. Würden wir es wieder so machen? Auf jeden Fall.

P.S. Liebe nette Kitas und Tagesmütter in Berlin Kreuzberg-Neukölln-in-der-Nähe. Solltet Ihr zufällig noch ein richtig liebes, einjähriges Mädchen mit einigermaßen unnervigen Eltern aufnehmen wollen, dann meldet Euch bitte. Und jeder sonst, der nen Tipp hat: meldet Euch bitte. Ja, ich weiß – ich muss schon selbst lachen, während ich das gerade tippe. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

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37 Gedanken zu “Wie wir einmal unseren Kitaplatz aufgaben.

  1. Einen Tipp für Berlin hab ich nicht, aber generell: wenn das Kind in dieser oder jener Kita aus welchem Grund auch immer nicht gut betreut wird und nicht glücklich ist, dann hilft nur kündigen.
    Leider bringt das andere Probleme mit sich und gerne mal auch eine echte berufliche Kriese, die komplette Neuorientierung erfordern kann. Das ist zwar kein Trost, aber so ist das im Leben. Und im Grunde kann ich bestätigen, dass sich irgendwo ein Fensterchen öffnen wird. Vielleicht halt nicht da, wo du es gern gehabt hättest.
    Lehn dich erstmal zurück und überleg sehr genau welche Möglichkeiten für ein gutes Leben es für euch gibt. Vielleicht findet sich ja eine bessere Idee.
    Viel Glück dabei!

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    • Vielen Dank für Deine ermutigenden Worte. Du hast Recht, irgendwo wird sicher ein passendes Türchen aufgehen. Beruflich bin ich zum Glück soweit flexibel, dass mich niemand wirklich unter Druck setzen kann. Und den Mann auch nicht. Und in der Gosse landen werden wir ebenfalls nicht, wenn wir dieses Jahr weniger arbeiten als sonst.

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  2. Kristina schreibt:

    Kann Dich sehr gut verstehen. Und Du solltest Dir auf die Schulter klopfen, da Du auf Deinen Bauch gehört hast. Passiert leider viel zu selten hab ich das Gefühlt…vor allem in Hinblick auf Fremdbetreuung…Grüße vom Mittelrhein, Kristina

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    • Ich schwanke noch irgendwo zwischen „unbedingt Bauchgefühl beachten“ und „sich an den Kopf hauen, weil man sich nun bewusst richtig viel Stress aufgehalst hat“.

      Aber es ging halt einfach nicht.

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      • Es war ja nicht nur das Bauchgefühl, sondern auch die Beobachtung. Wenn Eure Tochter dort unglücklich wirkte und nicht so war, wie Ihr sie sonst kennt, und die Bezugstante sie irgendwie ignorierte, konnte das eigentlich nicht wirklich gut gehen.

        Klar gibt es Gelegenheiten, wo Kinder einfach durchmüssen und wo viellelicht sogar ein „Stell dich nicht so an“ hinpasst. Aber eher nicht mit einem Jahr und nicht bei dem Laden, in dem man einen guten Teil der Kleinkindheit verbringen soll.

        Wenn Ihr Eure Tochter dort gelassen hättet, sie dort zunehmend unglücklich gewesen wäre und Ihr sie vielleicht sogar mit mehr und mehr Druck dort hättet hinzwingen müssen, hätte Euch das vielleicht jetzt Zeit und Aufwand gespart, aber es hätte später viele Komplikationen bringen können. Ich meine, Eure Tochter vertraut Euch, und wenn Ihr sie ständig wo hin tut, wo sie sich unwohl fühlt, kann das das Vertrauen schon ankratzen, oder?

        Natürlich sind alle Kinder unterschiedlich und stecken Dinge unterschiedlich gut weg, aber bei unseren hat es sich bislang immer ausgezahlt, solche Bauchgefühle nicht wegzudrücken, sondern genau anzuschauen und zu berücksichtigen. Von daher würde ich auch meinen, dass Ihr richtig gehandelt habt.

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      • Danke, das freut mich gerade wirklich, Deine Worte zu lesen. Weil eben deshalb: sie vertraut uns, da können wir sie doch nicht einfach übergehen in ihrem Befinden. Zumal unser Befinden dabei ja auch total mies wäre.

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  3. Beppo schreibt:

    Ach und ich dachte in Berlin wär’s leicht einen Platz zu finden (oder trifft das eher auf die östlichen Stadtbezirke zu?).
    Ansonsten kann ich nur sagen: Kopf hoch! In meinem Bekanntenkreis war es auch so, dass alle suchen und erst mal keinen Platz haben und dann letztendlich doch die Kids untergekommen sind. Liegt auch ein bisschen in der Natur der Sache, alle melden sich überall an und dann werden eben wieder Plätze frei.
    Die Qualität der Einrichtungen unterscheiden sich naturgemäß. In Eurem Fall ist es wohl eindeutig (habt Ihr Euch auch mal die anderen Kinder angeschaut und mit den Eltern gesprochen, die haben ja oft einen guten Einblick und Erfahrungen mit der Einrichtung).
    Bei uns war es erst toll, dann nicht mehr so toll und dann haben die Eltern über den Elternbeirat die Dinge angesprochen. Jetzt is es ok und war sicher besser, als eine neue Einrichtung zu suchen…

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    • Ich glaub, da kommt es sehr drauf an, wo man in Berlin wohnt. In unserem Bezirk isses schon sehr nervig.

      Untergekommen wären wir ja – nur wollten wir das so nicht. Das mit den Wartelisten, die dann am Ende noch nicht so unbezwingbar sind, hab ich nun schon ganz, ganz oft gehört. Bin mal gespannt, ob im Sommer dann noch irgendwer anruft, mit dem wir gar nicht gerechnet hätten.

      Mit anderen Eltern sprechen konnten wir da nicht. In der Eingewöhnung war noch eine zweite Mutter da, die immer mit meinem Mann dort saß. Die fühlte sich auch nicht gut bei der Sache.

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  4. Liebe Liz,
    es hat erst vor Kurzem direkt an der U-Bahnstation Parchimer Allee (U 7) die Kita Erdmännchen aufgemacht ( Tel.: 665 27 870). Die haben wohl noch Plätze frei. Da ist übrigens auch die beste Currywurstbude Berlins. Vielleicht catern die auch für die Kita. Ist halt nicht mehr ganz so zentral, aber eben direkt an der U-Bahn. Ob die nett sind: Keine Ahnung! Aber ein Versuch ist es vielleicht wert. Wenn die Kita neu ist, sind bestimmt noch alle hoch motiviert, das Kiddo auch mal auf den Arm zu nehmen. Ausnahmsweise. Macht man in Neukölln ja nicht immer. (Erzieherin so: „Ick hab Rücken!“)
    Danke für deinen Blog! Mein Töchterchen ist 8 Monate alt und freut sich, wenn seine Mutter immer so schön lacht, beim Lesen von Kiddo the Kid. Grüße aus Biarritz –äh– Britz, Juliane

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  5. Tine schreibt:

    Ja, dieses endlos leidige Thema. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Strippenzieher in der Kinderbetreuung, die sich die Hände reiben. Ich bin selbst Erzieherin und habe mit den Kitas der beiden Mäuse schon einiges durch. Als es mit der alten Kita gar nicht mehr ging, dachten wir, ein Wechsel würde helfen. Vorerst Fehlanzeige. Erst ein Eingreifen meinerseits mittels der Information der Einrichtungsaufsicht der Senatsverwaltung für BJW hat eine positive Kehrtwende bewirkt. Du hast also vollkommen richtig gehandelt und nimmst dein Kind ernst. Kein Job der Welt kann eine zerstörte Kinderseele rechtfertigen. Für die weitere Betreuungsplatzsuche wünsche ich euch viel Kraft und Ausdauer. Denn letztendlich macht nicht eine tolle Einrichtung die Qualität aus, sondern die Beziehungsfähigkeit des Betreuungspersonals.

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    • Ja, das Gefühl habe ich auch. Ehrlich gesagt ist mir das „Konzept“ fast wumpe, meinetwegen können die das fliegende Spaghettimonster anbeten, solange sie die Kinder aufrichtig gern haben und sie als Menschen respektieren.

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  6. Sue schreibt:

    Hallo Liz, mir ging es ähnlich. Umzug in fremde Stadt, kurzfristige Zusage bekommen, unterschrieben. Dann am ersten Eingewöhnungstag heulend im Auto gesessen und den festen Entschluss gefasst, da nie wieder hin zu gehen. Beim Thema Kind ist die Bauchentscheidung (fast) immer die richtige. Sch… auf den Stress, den hättest du auch so, wenn du nicht gekündigt hättest, mit ihr. Wir hatten Glück (?) und haben sehr kurzfristig etwas neues gefunden; keine Katastrophe, aber auch nicht der Super-Burner. Mittlerweile habe ich das Gefühl, es hat immer einen Grund, wenn man kurzfristig einen Platz (v.a. in einer sehr neuen Einrichtung) bekommt. Jetzt ist kaum eine Erzieherin über 23 und die Fluktuation ist absurd. Viel Glück euch!! LG aus Franken, Sue

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  7. Sue schreibt:

    (Nachtrag – soll natürlich nicht heißen, dass ich nix von 23-jährigen Erzieher/innen halte. Ein paar sind super, ein paar sind doof – wie überall. Ich fände nur eine etwas gleichmäßigere Altersverteilung nett. Einen alten Hasen, quasi.)

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  8. alice schreibt:

    Neukölln ist ja auch echt ein hartes Pflaster, was das angeht… trotzdem Lob an Dein Bauchgefühl! Ich hab inzwischen diverse Kitaplätze sausen lassen, wegen Bauchgefühl, und siehe da, das Bauchgefühl hat in der richtigen Sekunde gesagt, dass ich nochmal in der einzigen Wunsch- und Traum-Kita anrufen soll, und zack – hatten die einen Platz. Eingewöhnung war im Oktober, und ich bin glücklich, auf das Bauchgefühl gehört zu haben. Nachteil: Kind will nie nach Hause gehen.
    Die fast zwei Jahre vor Kita (sechs Monate bis zweieinhalb Jahre) war das Kind bei der Tagesmutter. Und im Gegensatz zu all den Unkenrufen war sie ein einziges Mal krank, immer nett, immer flexibel und wirklich wie eine Mutter. Durch das Familiäre war mir die Trennung auch viel leichter…
    Ich drücke die Daumen. Spä-tes-tens im August habt Ihr bestimmt einen Platz!
    Alice

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    • Wir haben echt auch nur eine Wunschkita. Das klappt aber wohl erst nächsten Sommer. Habe vielleicht auch eine tolle Tagesmutter gefunden…muss bloß noch eine Tonne Bürokratie erledigen, denn die ist nicht in unserem Stadtteil. Puh.

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  9. mareikeberlin schreibt:

    Hey, wir haben im gleichen Kiez auch einen Vorvertrag unterschrieben und dann das gleiche Gefühl gehabt – Erzieherinnen wirkten irgendwie „hart“ und eine sagte im Gehen sowas wie „die müssen laufen können, wenn sie hier anfangen, wir können in unserem Alter nicht andauernd Kinder tragen“. Und ich dachte ok, bis August kann unsere Süße wahrscheinlich laufen, aber aber aber sie soll trotzdem mal auf den Arm genommen werden…. Jetzt haben wir die Zusage einer weiteren Kita gekriegt, die vielleicht nicht der Knaller ist, aber wo die Erzieherinnen sehr kinderfreundlich und warmherzig wirken, ich fühl mich viel besser damit. Am Maybachufer, da könntet ihr noch eine klitzekleine Chance haben?

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  10. fujolan schreibt:

    Ej, das nennt man auch „beobachtungsbasierte Entscheidung“ (aka Bauchgefühl). Machen! Auch wenns Arbeit macht und ein Elend an Mehraufwand ist. Du, dein Kind und der Vater haben alle drei ein blödes Gefühl gehabt

    Natürlich isses nicht leicht auseinanderzuhalten, was die „Elternissues“ sind mit der Kita und der Loslösung und was wirklich in der Kita nicht geht (….hierso hab ich Zweifelsanfälle gehabt ob des vielen Plastikspielzeug in der Kita, von der ich rückblickend sage, das war der Goldene Griff – DAS war also Spinnerei…. )

    Aber: Lass dich nicht kleinmachen oder auslachen – das ist unfair.

    …for the rest: s. email

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  11. Obst schreibt:

    Huhu,
    verschiedene Tagespflegestellen aus unserem Kiez hatten im Supermarkt, beim Kinderarzt usw Zettel hängen- (das Jugendamt wusste da noch nichts von deren freien Stellen). Also vllt mal alle Schwarzen Bretter des größeren Kiezbereichs auschecken und die Kinderärztinnen aushorchen 🙂 Aber vllt hat es ja schon mit der einen Tagesmutter geklappt!

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    • Echt, die machen Aushänge? Da halte ich die Augen offen. Mit der einen Tagesmutter klappt es nicht aufgrund unüberwindlicher Bezirksbürokratie, aber dafür haben sich gleich zwei Tagespflegeoptionen aufgetan, mit denen wir vermutlich happy wären. Ein paar graue Haare habe ich trotzdem bekommen. Zumindest in meiner Vorstellung, da bin ich schlohweiß.

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  12. Tomi schreibt:

    Liebe Liz,
    kann mich dem Großteil der Vorredner nur anschließen – Bauchgefühl das wimmernd an der Bewusstsseins-Pforte kratzt ist meist berechtigt. Haben das Spiel auch schon durch: nach 3 Tagen Eingewöhnungszeit und dem Versuch unentschuldbares Verhalten der Erzieher vor sich selbst und dem Rest der Welt irgendwie zu rechtfertigen kam die Erkenntnis – diese Eingewöhnung würde niemals enden, ich kann mir einfach nicht vorstellen die Tochter hier wirklich allein zu lassen. Also Kündigung. Das berühmte Fensterlein/Türchen kam und jetzt ist alles fein. Gibt immernoch Sachen die nerven und die Lieblingserzieherin und ihr Humor sind manchmal a real pain in the ass aber das Kind liebt sie und will jeden Morgen hin. What more could I ask for?
    Drücke Euch feste die Daumen dass das Kiddo bald gut unterkommt. Und falls Du bis nach Pankow gurken möchtest: hier gibts neue Kitas an wirklich jeder Straßenecke, bei uns ist Tatsache auch noch was frei!:)

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  13. Liebe Liz, alles richtig gemacht! Wenn das Bauchgefühl nicht stimmt, muss man halt sofort die Reißleine ziehen. Gerade wenn die noch so klein sind und sich nicht äußern können. Der Gedanke, dass es dem Würmchen dann nicht gut geht, das aber nicht richtig sagen kann…brr…da bekomm ich gleich Gänsehaut.
    Ich kann zwar zur Krippen-Situation in Berlin nichts sagen, aber in Frankfurt läuft das so: Panikmache wegen zu weniger Plätze und am Ende kann man dann doch aus zehn Möglichkeiten auswählen. Also, Kopf hoch und durchhalten!

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  14. Julia schreibt:

    Auch hier, liebe Liz, bin ich ganz bei Dir. Wir haben unseren Großen (3 Jahre) seit letztem August in einer Kita, in der wir gar nicht glücklich sind. Der Kommunikationsstil und die Stimmung unter den Erziehern ist so gar nicht schön. Wenig herzlich/persönlich und viel Kommando.
    Nun haben wir einen Platz in einer neuen und hoffen da mehr Freude zu haben…
    Allerdings muss man irgendwie noch etwas durchhalten, da wir auch beide berufstätig sind. Zwar selbständig, aber auch da kann man nicht immer total beliebig arbeiten…
    Hoffe, Ihr macht mit der Tagesmutter gute Erfahrungen!!
    Schöne Grüße, Julia

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  15. Mein kleiner Neffe soll jetzt bald auch in die Kita und ich kann nur hoffen, dass die Erzieher dort nett sind und er sich wohl fühlt. Ich finde es jedenfalls gut, dass du auf deine Intuition gehört hast und jetzt eine bessere Einrichtung suchst. Es bringt schließlich wenig, wenn man einen Kitaplatz ergattert, aber das Kind dort einfach unglücklich ist. Es ist schließlich doch eine vergleichsweise lange Zeit, die ein Kind dort verbringt und es sollte dort auch gerne sein. Dass die Erzieherin schon beim Erstgespräch so abweisend gegenüber der Kleinen war, finde ich jedenfalls respektlos.

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  16. Consy schreibt:

    Du hast völlig richtig gehandelt!! Mein Sohn geht seit nem Monat in die Kita und ich würde es nicht übers Herz bringen ihn dort abzugeben und zu wissen er fühlt sich nicht wohl und wird nicht beachtet. Ich würde sofort genauso handeln wie du. Und wie schon geschrieben wurde, wer weiß für was es gut war. (-; alles hat einen Sinn, auch wenn wir es nicht gleich herausfinden. (-;
    Lg aus Thüringen

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  17. Oh ich kann das verstehen. Es gibt nichts wichtigeres als Bauchgefühl – damit liegt man eigentlich nie falsch.
    Ich habe nach dem ersten Besuch in unserer jetzigen Kita hier in Kreuzberg sofort gesagt, dass ich da niiiee meine Tochter hinschicken würde, weil die Leiterin soooo unsympathisch und abweisend war. Und dann war es tatsächlich die einzige Zusage die wir bekamen. Jackpot dachte ich 😦
    Allerdings muss ich sagen, dass die Erzieherinnen in unserer Gruppe so lieb sind. Und mit der Leiterin hat ja an sich niemand was am Hut.

    Wie ich es aus dem Kommentaren herausgelesen habe, hattet Ihr noch Glück was Schönes zu finden?!

    Liebe Grüße aus der Nachbarschaft

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