Lasst uns über Brüste sprechen.

Reißerische Headlines kann ich ja schon von Berufs wegen. Es geht, Ihr ahnt es, um das Stillen. Oh, dieses Stillen! Ein Quell endloser Diskurse, Rechtfertigungen und moralischer Zeigefingersituationen. Wie man’s macht, macht man’s offenbar verkehrt.

Stillt die Frau gar nicht, muss sie sich dafür vor aller Welt erklären. Eine Freundin von mir wurde mehrfach (!) auf offener Straße gefragt, wieso sie ihrem Kind nicht die Brust gibt, als sie das Fläschchen zückte. Weil – eine gute Mutter stillt ja. Muttermilch ist DAS TOTAL ALLERBESTE für ein Baby. Wer so selbstbezogen ist, seinem Kind diese magische Wundernahrung vorzuenthalten, fahre sofort zur Mütterhölle!

Stillt die Frau aber nun zu lange, ist das auch nicht in Ordnung. Ein 18 Monate altes Kind (oder ein Dreijähriges *Schock*) noch zu stillen – das ist ja pervers! Die Frau kann sich ja nicht lösen! So eine Egoistin. Das Kind wird am Ende mindestens zum psychopathischen Serienmörder mit Brustfixierung, oder noch schlimmer, landet in HartzIV.

Der gesellschaftlich akzeptable Weg des Stillens sieht anscheinend so aus: 6 Monate Vollstillen wegen Immunsystem, das ist aber dafür ein Muss. Und dann subito Abstillen auf Flaschennahrung. Oder für die Weicheier unter uns: Noch ein bisschen weiterstillen bis zum 1. Geburtstag, aber dann ist auch wirklich Schluss. Und: Bitte nicht so indiskret in der Öffentlichkeit, geht doch bitte mit Euren aufdringlichen Brüsten auf öffentliche Toiletten oder in ein schönes Gebüsch.

Seufz. SEUFZ. Warum  ist es denn nicht möglich, Mütter unbehelligt ihren eigenen Weg gehen zu lassen, wie auch immer der aussehen mag? Muss man einen (*hust* gewaltfreien) Lebens-/Familienentwurf, der anders funktioniert als der eigene oder der mainstreamigste, gleich als Affront missdeuten? Der Mutterkörper gilt ja ohnehin als öffentliches Eigentum. Und die Mutterseele gleich mit.

Ich möchte hier gern unsere Stillgeschichte teilen, einfach so. Weil ich diese persönlichen Berichte selbst immer hilfreich fand, und tröstend und aufbauend.

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Stillen am Gletschersee. Könnte schlimmer sein.

Vor der Geburt: Hm, Stillen. Ist mir ein bisschen unheimlich. Irgendwie komme ich mir jetzt schon so vereinnahmt vor. Aber ok, ich mach das ein paar Monate, für das Baby. Und die ganzen Kuchenkilos verschwinden ja angeblich durch das Stillen auch wieder (Spoiler: Dem war nicht so).

1 Stunde nach der langen und sehr anstrengenden Geburt, die in einem Notkaiserschnitt endete: Erstes Mal anlegen. Habe gelesen, dass man das möglichst bald machen soll. Kann mich kaum bewegen. Wie soll ich das Kiddo denn am besten hinlegen? Es ist noch so klein. Schließlich scheint es zu trinken. Das tut irre weh.

24 Stunden nach der Geburt: Das Kiddo schreit vor Hunger, das Anlegen klappt nicht. Die Schwestern auf der Station geben mir widersprüchliche Anweisungen. Eine nimmt einfach meine Brust und stopft sie dem Kiddo in den Mund. Das ist so demütigend, und es hilft gar nicht. Dezente Vorwürfe. Ich bin verzweifelt, das Kiddo sowieso, meine Brustwarzen schmerzen wie die Hölle. Blutig sind sie auch.

3 Tage nach der Geburt: Das Kiddo schreit immer noch. Kein Milcheinschuss in Sicht (was mir niemand sagte: das dauert nach einem Kaiserschnitt manchmal ’n paar Tage länger). Ich habe panische Angst vor jeder neuen Mahlzeit. Ich will das nicht mehr machen, es soll bitte jemand kommen und mir bestätigen, dass es okay ist, wenn ich jetzt abstille. Abends entlasse ich mich selbst aus der Klinik. Daheim googele ich erstmal. Finde die asymmetrische Anlegetechnik, die mir etwas Erleichterung verschafft.

3 Wochen nach der Geburt: Langsam wird’s besser. Wunden sind fast verheilt, Schmerzen lassen nach. Schön finde ich das Stillen aber nicht. Die Innigkeit, von der alle reden, stellt sich nicht ein. Mir hängt quasi rund um die Uhr ein Kind am Oberkörper, aber auf eine stressige Art. Immerhin, das Kiddo bekommt genug Nahrung und nimmt zu. Ich habe immer noch viele Fragen und gehe zu einer Stillgruppe.

3 Monate nach der Geburt: Wir sind ein routiniertes Stillteam geworden. Die Stillgruppe war ja gar keine Sekte! Nicht mal dogmatisch oder belehrend, sondern sehr hilfreich. Und erstaunlich tolle Mütter waren da auch. Die behalte ich. Das Stillen als solches ist meist unspektakulär, ich mach es halt. Oft fühle ich mich angebunden, weil das Kiddo jede Flasche verweigert. Das mühsam abgepumpte Zeug vergammelt im Gefrierfach. Noch 3 Monate, denk ich mir. Das reicht dann aber auch.

 6 Monate nach der Geburt: Ich wollte ja eigentlich abstillen. Hm. Jetzt wo es gerade irgendwie schön wird. Das Kiddo zeigt deutlich, dass ihm das Stillen etwas bedeutet. Es fängt an, sich dabei anzukuscheln. Kommt zur Ruhe, sucht Trost. Das rührt mich. Ich habe das Gefühl, ihr etwas ganz Wichtiges wegzunehmen, wenn ich jetzt abstille. Und vielleicht nehme ich auch mir etwas weg?

8,5 Monate nach der Geburt: Das ist heute. Wir stillen noch. Und ja, doch – ich finde das oft schön. Unter anderem, weil es sich freiwilliger und selbstbestimmter anfühlt. Das Kiddo isst nämlich mittlerweile auch andere Dinge und lässt sich gern vom Mann füttern, wenn ich ein paar Stunden raus möchte. Ich werde jetzt öfter mal gefragt, wie lange ich denn noch stillen will. Wenn ich sage, dass ich das nicht weiß, werden gelegentlich die Brauen gelüpft.

Ich habe mich nie und nimmer als „Langzeitstillerin“ gesehen, aber ich ertappe mich jetzt dabei, wie ich ebendiese verteidige. Und ebenso patzig verteidige ich die Frauen, die gar nicht stillen. Weil ich zu dem Schluss gekommen bin, dass das keinen was angeht, ob und wie lange wir unsere Kinder stillen. Wenn das Kiddo noch mit zwei Jahren zum Aufwachen oder Einschlafen die Brust möchte und ich das in Ordnung finde – wer hat denn bitte das Recht, darüber zu urteilen? Ich freu mich schon fast auf die Diskussionen.

Unsere Stillgeschichte ist also noch nicht am Ende, vorerst. Ich werde hier immer wieder einmal berichten, wie es weitergeht mit dem Kiddo und dem Busen. Vielleicht ist ja eine geplagte Mom da draußen, die gerade ihre wunden Nippel verflucht und dies hier gern lesen möchte.

Apropos lesen: Es gibt nicht nur hilfreiche, sondern auch brüllend komische Bücher (na gut, eins) zum Thema Stillen. „Mein Jahr als Säugetier“ von Theresa Thönissen hat meinen Beckenboden zum Wackeln und das in der Trage schlafende Kiddo zum Aufwachen gebracht – ich hätte mir vor Lachen fast in die Hose gepinkelt. Sehr ehrlich und sehr wahr!

Und nun zum, öh, Serviceteil (nein, wir sind immer noch nicht fertig!):

Wenn es gar nicht klappt mit dem Busenwunder, Du aber gern stillen möchtest und Dir keine Hilfe weißt: Eine Stillberaterin kann die Rettung sein. Gibt es bei der LLL oder der AFS (ehrenamtlich) oder auch beim Berufsverband (professionell). Wer keine Stillberaterin auftreiben kann oder keine braucht, aber einfach grundsätzlich viele Fragen hat, dem wird hier virtuell und kompetent geholfen.

Mit dem Nicht-Stillen kenn ich mich naturgemäß nicht so aus, aber der Vollständigkeit halber sei das Buch „Wie, Du stillst nicht“ erwähnt, das oben genannte Freundin gern gelesen hat.

Bei Schmerzen/Wundsein ist Lansinoh Salbe ein Klassiker. Gut fand ich auch die kühlenden MultiMam-Kompressen. Klingt öko, hilft aber: Nach dem Stillen den Speichel vom Baby und die Muttermilchreste auf dem Nippel trocknen lassen – das gilt jedoch nicht, wenn Du oder Dein Baby unter Soor leidet. Luft ist generell hilfreich, auch wenn ich es immer total panne fand, barbusig in der Gegend rumzusitzen. Damit die Kleidung nicht an den geschundenen Uschis festklebt, kann man sich einen Brustwarzenschutz in den BH legen.

Und mein Fazit? Stillen ist ein Geschenk ans Kind. Das heißt, es sollte freiwillig gegeben werden, nicht erzwungen. Und es ist bei weitem nicht das einzige, wichtigste, unverzichtbarste Geschenk, das eine Mutter ihrem Baby machen kann. Brust raus oder Brust rein? Geht einfach keinen was an.

 

 

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14 Gedanken zu “Lasst uns über Brüste sprechen.

  1. Schöner Post. Kann ich prinzipiell zustimmen. Ich hab ja nun die Erfahrung gemacht, dass es beim 2. Kind wesentlich leichter geht. Ich werd den Anblick eine halbe Stunde nach der Geburt von Nr. 1 nie vergessen: wie Blut aus den Brustwarzen tropfte. Ich war ganz ehrlich geschockt, obwohl ich grad ne Gebuht hinter mir hatte, die durchaus blutiger war, als die drei Tropfen… Egal.
    Was mich beim ersten Mal mega störte war, dass jeder nur entweder-oder sagte. Ich hab es sehr genossen, dass ich (durch unglückliche Umstände) Brust und Flasche bei Nr.1 frei kombinieren konnte. Damit waren die ersten Wochen, aber auch die Dauerstill-Tage wesentlich entspannter. Bei Nr.2 hab ich das dann auch gleich so gemacht und es hat bis Woche 10 super geklappt. Dann beschloss Madame, von mir keine Flasche mehr zu nehmen. Bin ich nicht im Zimmer, trinkt sie anstandslos den Schoppen. Aber wehe sie sieht mich… Ist bis heute so. Ich würde aber bei Nr.3 sofort wieder die Kombi probieren.

    Generell fand ich, beim 2. Mal konnte ich mich besser darauf einlassen. Liegt aber auch am Kind und an der Situation. Bei Nr.1 hab ich nach 16 Wochen wieder voll gearbeitet und mit 9 Monaten abgestillt, weil es für uns super gepasst hat und ich immer erschöpfter war. Das Kind schien mir voll einverstanden damit. Nr.2 ist und war vom ersten Tag an ein Mamakind und hat nicht vor abends ohne Stillen einzuschlafen. Sie braucht das viel mehr. Und sie nimmt keinen Schnuller. Woran soll sie also rumwickeln, wenn nicht an mir?

    Fazit: Allgemeine Vorgaben nutzen niemandem, denn jedes Kind ist anders. Manche hängen sehr an Mama und manche orientieren sich schnell von Mama weg.

    Ich hab mich auch nie als Langzeitstillerin gesehen und wenn mir einer käme mit: Du musst das Kind 3 Jahre lang stillen, weil es das Beste für’s Kind ist, dann würd ich noch heute abstillen! Sowas kann ich gar nicht ab.

    Allerdings möchte ich mit meiner Stillerfahrung nicht mit den Superkühen heutzutage tauschen. Man stelle sich vor: 10.000 Liter Milch pro Kalb… Arme Viecher…

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    • Stimmt, „Zwiemilch“-Ernährung hätte ich noch noch kurz ansprechen können. Viele denken ja auch, Stillen geht entweder ganz oder gar nicht. Was ja nicht der Fall ist. Ich wusste das vorher auch nicht, dass man „Teilzeitstillen“ kann. Mir wäre es ja ehrlich gesagt ganz lieb, wenn das Kiddo ab und zu auch eine Flasche nähme, aber es weigert sich standhaft. Weder von mir noch vom Mann, noch von sonst jemandem. Tja. Stures Kind. Von wem es das wohl hat.

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  2. Toller Post. Das war dann aber auch der letzte Tropfen bei mir, um mich selbst in einem Beitrag auszulassen. Das ärgert mich immer wieder, dass jeder mitreden will. Frei nach dem Motto: „Zeigt mal eure Brüste her“. Meine Brüste, mein Kind, meine Sache, was ich mache 😛

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    • Danke! Ja, es ist schon eine wahre Pracht, wer da so alles mitreden will. Wenn ich da an die Geburtsklinik denke…die eine Schwester sagte: „Lassen Sie das Baby am Finger nuckeln zur Beruhigung“, die andere „Jetzt müssen wir aber mal zufüttern“, die dritte sagte „Sie müssen sich sich wundern, wenn das Stillen nicht klappt, wenn Sie dauernd zufüttern“. Hach. Und das Kiddo war noch keine Woche alt, da fragten alle möglichen Leute, wie lange ich sie denn stillen würde. Also echt.

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  3. Tomi schreibt:

    Ja, das Still-Thema…ein ewiger Quell konstruktiver (haha) Gespräche. Ich bin auch überzeugte Stillmama, fand und finde es schön und praktisch ABER was mich total nervt, ist dieses „wenn Du stillst ist alles kuschelrosa und harmonisch“ Gerede auf vielen entsprechenden Blogs/Foren etc. Irgendwo habe ich tatsächlich gelesen, Stillen „sei ja auch für die Mutter eine tolle Möglichkeit sich aus den stressigen Situationen des Alltags zurück zu ziehen und zur Ruhe zu kommen (so weit so gut), wenn alle drum herum zu viele Ansprüche hätten, z.B. Großeltern (noch ok) oder aber ältere Geschwisterkinder (HÄ?)“
    Also bei aller Liebe, wenn ich bedenke wie oft ich mit dem Söhnchen an der Brust nur auf einer Pobacke auf der Sofakante hing, damit ich durch die Tür in den Flur und das Bad dahinter peilen konnte, nur um zu sehen wie das Tochterkind genüssliche die komplette Klopapierrolle in der Schüssel versenkt – dann habe ich das äußerst selten als entspannte Auszeit vom stressigen Alltag empfunden. Nicht dass das ohne Stillen und mit der Flasche anders gewesen wäre. Da hätte ich dem Kleinen ja auch nicht den Sauger aus dem Mund gerupft und ihn abgelegt – aber das manche so tun, als hätte man den völlig normalen Alltagsstress mit (mehreren) Kleinkindern nicht, nur weil man stillt finde ich total daneben. Macht nämlich auch wieder Stress und Druck für die Neu-Mama, die sich schweißgebadet fragt warum sie sich denn jetzt in ihrer Stilloase um Gottes Willen nicht entspannt fühlen kann…

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    • Oh Gott, ja – die Stilloase (schönes Wort). Hatte ich erst nicht, weil es so weh getan hat. Dann war es ein Weilchen recht friedlich, und dann fing die Zappelei und das Kopfdrehen an. Oasenmäßig also eher nicht, oder zumindest sehr selten. Ich dachte anfangs auch immer, ich mach was falsch, weil ich diese berüchtige „Innigkeit“ nicht gespürt habe. Schon ätzend, was bei Neu-Müttern da an Erwartungsdruck aufgebaut wird.

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  4. reiskoernchen schreibt:

    Auch hier muss ich so lachen und erkenn mich so wieder! Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Vor der Geburt war mir klar: Ich stille nicht.
    Ich selbst habe keinen einzigen Muttermilchstropfen bekommen und bin – wie man es bei uns so schön sagt – bumperlgsund und ohne Allergien. Außerdem wollte ich flexibel sein und meine bessere Hälfte sollte auch in den Genuss kommen füttern zu dürfen.

    Gleich nach der Geburt wurde sie ohne Fragen angelegt, na gut. Angenehm war es nicht, es hat geziept, aber kann ja nicht schaden und ich war noch total beduselt von den Hormonen. Auch bei mir waren die Anweisungen in der Klinik widersprüchlich. Ich fühlte mich wie in einem Stall voller Milchkühe, als ich mit 4 anderen Frauen alle 3 Stunden für 15 Minuten an die Milchpumpe zitiert wurde. Wir haben ihr in den ersten zwei Wochen zwischendurch immer wieder Fläschchen gegeben, vor allem dann, wenn sie abends alle halbe Stunde zum Trinken kam und ich nervlich am Ende. Das Anlegen tat jedes mal höllisch weh (mit schwitzigen Füßen (?!) und Luft anhalten) und da half auch nicht die gesamte Pallette des Still-Kamasutras auszuprobieren. Ich wollte aufgeben, aber eine Freundin, 2 Monate „weiter“ als ich, meinte, der Schmerz hört nach 8 Wochen bestimmt auf! Kann man sich in dem Moment gar nicht vorstellen. Wie sollen diese geschundenen Körperteile sich erholen oder gar schmerzfrei werden, wenn selbst das Duschen (und dann noch das Abtrocknen!!!) eine Qual ist? Kriegen die sowas wie eine Hornhaut? 6 Wochen nach der Geburt – mit vielen Multi-Mam Kompressen, Wollwachs-Sessions und barbusigen Stunden in der Wohnung habe ich endlich eine LLL Stillberaterin angeschrieben und das war DIE Hilfe (oder besser: Motivation). Believe it or not – nach genau 10 Wochen – von einem Tag zum anderen – tat es NULL WEH! Eigentlich wollte ich nach 3 Monaten abstillen, aber nach der Plackerei wollte ich auch mal das schmerzfreie Stillen geniessen. Und es war auch sowas von praktisch – nachts, tagsüber, unterwges, zu Hause. In 10 Minuten (inzwischen 3 Minuten!) war der Hunger meistens gestillt und das Programm konnte weitergehen.

    Meine nächste Krise begann, als das Milchmonster seine 2 Haifischzähne mit 5 Monaten bekam und mich tatsächlich 2 Mal blutig biss. Ich wollte Abstillen – jetzt! sofort! – oder wie Du so schön sagst: subito! Aber mein Kind findet die Flasche zum Würgen ätzend und brüllt mich dabei an, was das für eine bodenlose Beleidigung sei, ihr so was (auch im Schlaf versucht…) anzudrehen.

    Aber seit sie nicht mehr beißt und meine Brust verheilt ist genieße ich das Stillen wieder. Es ist so praktisch, es geht schnell, es ist einfach herzig, wie sie sich hechelnderweise (ein bisschen wie ein wedelnder Hund) freut, wenn der Still-BH nur „Klick“ macht und wiederum so goldig, wenn sie satt von der Brust ablässt, von unten mit einem Dackelblick hochschaut und mit einem Lächeln „mhmmmm“ macht.

    Jetzt sind wir 6 Monate nach der Geburt und sie nimmt zumindest die Flasche, wenn sie mit mühsam abgepumpter MuMi gefüllt und gourmetmässig auf 39°C aufgewärmt ist. PreMilch ist immer noch Bäh, aber ich habe gehört, man soll es immer wieder versuchen, irgendwann nehmen sie die. Einfach so. Aha.

    Zum Brei gebe ich ihr inzwischen Tee in einem „Doidy Cup“ zu trinken. Das klappt viel besser (und schon ab dem ersten Tag der Nutzung!) als mit einer Flasche!

    Ich weiß nicht wie lang ich noch stillen werde. Muss ich das wissen? Bin ich ein faules, bequemes Still-Potato, wenn ich nicht beharrlich auf die Flasche poche?

    Ich bin gespannt, wie es bei uns weitergeht, vor allem, wenn ich im Dezember doch einen ganzen Tag für die Arbeit unterwegs sein werde.

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    • Danke für Deinen Bericht. Lese ich immer total gern. Diesen Doidy-Cup haben wir auch, der funktioniert super. Und die Stillberaterin war hier auch die Rettung. Super Frau, die ich gern bei Bedarf an alle Berlinerinnen weiterempfehle.

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  5. Ach komm schon, Du schreibst doch nur wegen der SEO über Brüste, Busen, Titten 🙂
    Nein, im Ernst, unsere Stillgeschichte war ja auch etwas speziell, weil Kurzer so überhaupt nicht schlucken konnte. Und von mir gibts eine dicke fette Stimme fürs Teilstillen und Zwiemilchernährung:
    Hier ein Bild von uns beim Stillen: http://www.elternzeitschrift.org/wirbelwind/artikel/185-20122-halb-gestillt-ist-auch-gewonnen.html
    Der ganze Artikel ist hier zu finden: http://mamahatjetztkeinezeit.ch/geschichten/print/

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