Dieses Mütterding.

Nun ist also das Baby da. Hoffentlich wohlbehalten. Man hat sich das vorher alles schon so ausgemalt. Das gemeinsame Staunen über das Wesen, das noch kaum in der Welt angekommen ist. Die vielen ersten Male. Und Mama wird auch noch ein Ich bleiben, und dem Papa vertrauensvoll das kleine Bündel überlassen, während sie mit Freundinnen tiefsinnige Gespräche führt und er wird es fürsorglich mit abgepumpter Muttermilch füttern, weil die ja Das Ultimativ Beste ist. Und klar, man wird sich auch mal streiten, sagen ja auch alle. Schlafmangel und so.

Einmal Vollbremsung, bitte. 7 Monate später.

Nun ist also das Baby da. Schon etwas länger. Und wohlbehalten, Gott sei Dank. Es ist toll, das Baby. Und das Muttersein ist toll. Anstrengend ist es, aber das wusste ich, weil ich Mütterfreundinnen mit Freude an kassandramäßigen Weissagungen habe. Also, unterm Strich: Liebe. Ganz große sogar.

Was mich/uns hingegen kalt erwischt hat, ist dieses komische, ich nenne es mal, Mütterding. Das, von dem ich dachte: Das wird mir nicht passieren. Das wird uns nicht passieren. Wir haben ja keine konservativen Rollenmodelle. Wir sind ja hier gleichberechtigt. Tja – und dann ist es passiert. Anfangs dachte ich, das macht ja nix, das ist nun mal so in den ersten Wochen: Schließlich stille ich, das kann der Mann wohl schlecht. Ganz normal. Und dass ich nachts aufstehe bei vollgekackter Windel, auch normal, ich bin ja schon wach vom Stillen. Ganz normal, dass ich mich in den ersten Wochen so schlecht lösen kann vom Kiddo. Wir hatten ja eine dramatische Geburt. Da will ich sie jetzt besonders fest halten. Wird sich alles regeln. Ganz normal.

Aber es hat sich dann doch nicht ganz so geregelt, wie ich mir das gedacht habe. Warum eigentlich nicht? Warum ist das so, dass ich stillschweigend die Hauptverantwortung für das Kiddo trage? Dass ich die Kinderarzttermine mache, an die Vigantoletten denke (oder sie vergesse) mich in diesen Beikostkram einlese und ihn plane, dem Kiddo jahreszeitlich passende Kleidung kaufe? Warum ist das so, dass der Mann sich ganz selbstverständlich an den Rechner setzt, während ich beflissen frage, ob ich mal eben allein aufs Klo kann?

Vermutlich ist es so, weil ich nicht dauernd und lautstark einfordere, diskutiere, erzwinge. Einfordern fühlt sich so zermürbend an. Zum Beispiel die enorm miese Laune, die der Mann hat, wenn er morgens um 6 mit dem Kiddo aufstehen soll: Zermürbend. Immer darum bitten müssen, dass er mal eben das Kiddo betreut: Zermürbend. Ich muss gestehen – wäre ich in seiner Position, ginge es mir sicher ähnlich. Ich weiß nicht, ob ich mir aktiv Arbeit aufhalsen würde, wenn mein Partner das doch alles so schön macht. Zugegeben: Es wird besser. Ich fordere zähneknirschend mehr, wir reden mehr, der Mann bietet von sich aus mehr an, das Kiddo wird älter und überhaupt. Aber noch spüre ich Schieflage, es geht noch was, es muss.

Es treibt mich um, dieses Mütterding. Viele Gespräche lang. Geht ja nicht nur mir so, sondern auch anderen Frauen. Freundinnen mit durchaus feministischem Anspruch. Das wunderte mich früher immer sehr, so aus der Distanz. Es wundert mich auch jetzt noch, nur dass ich überraschenderweise eben auch eine von denen bin. Bleibt das jetzt für ewig so? Können wir uns doch noch vollständig gleichberechtigen? Wie macht man sowas? Hege ich Illusionen? Hat jemand Antworten, Tipps, Erfahrungen?

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16 Gedanken zu “Dieses Mütterding.

  1. Obst schreibt:

    Ähnliches hier, ich rede mir ein in weniger starkem Umfang, aber vermutlich rede ich mir das nur ein. Tipp: Bewusst Aufgaben verteilen (er wickelt, er kocht für die Erwachsenen, ich stille, ich koche Babybrei- zeitliches Gleichgewicht) denn mal so eben jeder macht die Hälfte klappt nicht. Und alle paar Wochen verteilen wir (und passen neu an) die Stunden des Tages (und damit die Hauptverantwortlichkeit fürs Kind) in einem Ideal-Normaler-Tag-Plan, gleiches mit den Tagen der Woche. Dritter Tipp, wenn mensch sich auf neue Gebiete vorwagt (zb Klamotten aussortieren, Wohnung kindersicher planen, das Kind baden) dann mit Kritik geizen, sonst vergeht schnell die Lust. Noch zwei weitere Tipps: Hilfe einfordern (Weshalb sollte diejenige mit Stillamnesie gerade an die Vigantoletten denken? Hat auch erst geklappt, als wir uns beide verantwortlich gefühlt haben) und für nachts saugstarke Windel an und (wenn es ohne Auslaufen geht) nicht wickeln.

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    • Lieben Dank! Nachts wickeln ist zum Glück schon länger nicht mehr nötig, puh. Mittlerweile versuchen wir, den Tag immer grob nach Stunden einzuteilen – von 10-12 bin ich mit ihr unterwegs, dann komm ich heim und er kocht, dann geh ich raus, während er sich 2 Stunden kümmert, usw usw. Und wir versuchen gerade, dass wir sie immer abwechselnd ins Bett bringen. Manchmal klappt das bei ihm nicht, dann muss ich übernehmen. Aber da denk ich, das ist eine Frage der Zeit, dann gewöhnt sich das Kiddo an wechselnde Besetzung. So alles in allem denk ich oft: Vielleicht kann ich einfach mehr einstecken? Mehr aushalten? Bin belastbarer? Oder böse gesagt, vielleicht bin ich einfach so dumm und stecke mehr ein, auf meine Kosten. Manchmal find ich die ständigen Verhandlungen so mühsam, dass ich den Kram einfach schweigend mache. Blöderweise bin ich ja auch nur ein Mensch und nicht Robo-Mum, deshalb kann ich das wohl nicht unendlich lange so weiterführen. Hach. Mann.

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      • Obst schreibt:

        Ich such grad diesen einen Blog.. der ist auch abgedruckt worden in „The Mamas and the Papas. Reproduktion, Pop & widerspenstige Verhältnisse“.. aber ich finde ihn nicht mehr (vielleicht weil er jetzt auch abgedruckt wurde?). Stattdessen eine kurze Zusammenfassung über das Kapitel:
        Susanne Bruha und Michael Bohmeyer stellen ihr 50/50-Modell vor: Drei Wochen nach der Geburt war jedes Elternteil einen Tag lang „wie alleinerziehend“ und damit für Kind und Haushalt verantwortlich. Um 20 Uhr war Schichtwechsel. Suse stillte zwar (auch ein großes Thema, diese „ideologisch belastete Muttermilch“), weshalb Micha in seinen „Schichten“ alle drei Stunden zu ihr kommen musste, wo auch immer sie sich gerade befand. Das Modell setzte voraus, dass beide Elternteile freiberuflich tätig sind und sich ihre Zeit entsprechend einteilen können. So konnten beide relativ gleichberechtigte Erziehungs-Erfahrungen machen und den Terror der ständigen Absprachen weitestgehend umschiffen, das Patriarchat im Kleinen allerdings nicht auflösen. Während Micha häufig das Gefühl hatte, es sei großzügig, die Hälfte seines Lebens zu „opfern“, sichtete Suse auch außerhalb ihrer Dienste Klamottenberge, fror Brei ein, kümmerte sich um organisatorische Dinge und musste sich dazu Sätze anhören wie: „Toll, dass du ausgehst, obwohl dein Kind erst drei Monate alt ist!“. Das Patriarchat ist eben tief drin in den Gedanken.

        Da hat mensch schon die hehrsten Pläne, setzt sie um und dann kommt die patriarchale Prägung und mensch faltet wieder allein die Strampler oder geht doch nicht abends aus (bin ich ja eh zu müde für, mach du doch lieber).
        Ich denke nicht, dass du dumm bist oder belastbarer- du hast nur gut „verstanden“, dass sich eine „gute Mutter“ aufzuopfern hat, den Haushalt zu schmeißen hat, immer da zu sein hat und dabei das Gefühl zu haben, es macht Spaß, es liegt mir, es ist meine Bestimmung. Der Kindsvater hier vor Ort schilderte im Gegenzug, dass er den Druck uns ernähren zu müssen jetzt viel stärker spürt. Was machen wir damit? Hinterfragen und versuchen unter dieser Klischeekruste die individuellen Vorlieben festzustellen, dann zu verhandeln.
        Wenn die Verhandlungen so nervig sind, ist vielleicht eine Metaverhandlung hilfreich?

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      • Sehr toller Kommentar, danke. Und sehr nachdenkenswert für mich. Die eine Chefredakteurin vom Missy Magazin hatte doch auch so ein 50/50-Modell. Sie hat bei der Süddeutschen darüber geschrieben, oder der ZEIT? Irgendwo da. Ich frag mich immer, wie die das mit dem Stillen anfangs dann hinbekommen haben. Mein Kind wollte öfter als alle 3 Stunden trinken. Ich glaube, der Mann lehnt den Gedanken aus Selbstschutz ab, dass er reaktionäre Rollenmodelle verinnerlicht haben KÖNNTE.

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  2. Hallo!

    Wir haben drei Mädels (4 J. und Zwillinge 3 J.) und auch ein 50-50-Modell. Zwar war ich nach beiden Geburten jeweils ein Jahr zuhause, so dass wir die Stillthematik nicht hatten, aber seither gehen wir beide 50% arbeiten, ganze Tage, so dass einer (bis auf freitags) immer ganztägig zuhause ist. (Ungemein vorteilhaft vor allem bei kranken Kindern.) Und auch sonst machen wir hier viel automatisiert abwechselnd, allein schon deshalb, um uns nicht täglich darüber unterhalten zu müssen, wer heute was macht.

    Ich finde den Einsatz meines Kerls hier, im Vergleich zu vielen anderen Vätern, einfach großartig und vorbildlich und absolut außergewöhnlich.
    Und trotzdem bewahrt ein solches Modell nicht vor Problemen.

    Weiterhin Diskussionen um Haushaltstätigkeiten, denn alles kann man wirklich nicht regeln. Unterschiedliche Erwartung an Ordnung und Sauberkeit im eigenen Haushalt (und ich spreche hier nicht vom unordentlichen Ehemann – bei uns ist es anders herum!). Gegenwind gegen die väterliche Teilzeit von Chef und Kollegen. Und nicht zuletzt die Vermutung (beim Vater: Erkenntnis), dass es DOCH einen Unterschied geben könnte in der Leidens- und Wegsteckfähigkeit von Vätern und Müttern, was die Strapazen des Alltags mit Kindern angeht. (Hier bleibt es natürlich Spekulation, ob das nur bei uns so ist oder generell.)

    Da hilft es dann wiederum nur, sich von Teilen der Gleichberechtigung und Gleichverteilung wieder zu verabschieden, um Bedürfnissen und Besonderheiten der Beteiligten gerecht zu werden. Beispiel: Da Mann einfach das abendmüde Kindergeschrei wegen Kleinigkeiten nicht aushält, macht er jetzt lieber die Küche und ich die Kinder bettfertig. Wollte ich nie, sollte immer schön abwechselnd sein, damit sie sich auch ja nicht nur von der Mutter ins Bett bringen lassen. Aber was soll’s, wenn doch das Festhalten am Abwechseln allen Beteiligten (Erwachsenen) den Stressschweiß auf die Haut treibt, weil es an jedem Abend dreimal so viel Geschrei gibt, wenn der Vater seine Gelassenheit schon um 15 Uhr verbraucht hatte?

    Ach, ich weiß gar nicht genau was ich eigentlich wirklich sagen will. Vermutlich: Es ist schön, wenn man es schafft, die Aufgaben möglichst gleichberechtigt zu verteilen. Aber auch das ist nicht perfekt. Am Ende ist das Leben mit Kind(ern) zwar schön, aber eben auch einfach anstrengend! Darf gesagt sein! Vielleicht bekommt man einfach mit keinem Modell die Probleme ganz gelöst. Sondern muss ein paar akzeptieren und kann versuchen, sich von ihnen nicht gegen den Partner aufhetzen zu lassen.

    Aber bevor ich hier noch als unqualifizierter Möchtegern-Familienberater negativ auffalle, lasse ich es bei diesem kurzen (hihi) Kommentar mal bewenden und wünsche Dir viel Ausdauer, wobei auch immer.

    Liebe Grüße
    Kusine B.

    PS: Humorvoll auch an die stressigen Seiten des Dreikindmutterlebens heranzugehen versuche ich durch Schreiben auf unserem Blog „Von Kindern und Kusinen“. Schreiben hilft wirklich, manche Dinge klarer zu sehen! Vielleicht hast Du ja Interesse, mal reinzusehen. Vermutlich klappt das durch Klick auf meinen Namen?

    PSPS: Und NEIN! Ich habe diesen Kommentar nicht nur geschrieben, um auf den Blog aufmerksam zu machen. Dann hätte ich ja ECHT weniger schreiben können. Ich halte ihn selbstverständlich einfach nur selbst für lesenswert, denn auch da geht es um den ganz normalen Wahnsinn des Alltags mit Mann und Kindern. ;o)

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    • Natürlich kannst Du hier verlinken, gar kein Problem. Wollte sowieso bei Dir reinschauen. Und vielen Dank für Deinen Bericht! Der Mann ist ja auch viel zuhause,aber es scheint Dinge/Tätigkeiten zu geben, die ihn komplett aus der Bahn werfen. Morgens mit dem Kiddo aufstehen zum Beispiel. Das funktioniert einfach nie. Vielleicht ist es auch ne Masche – böser Gedanke. Und wie Du schreibst, stelle ich auch fest, dass es meist die Frauen sind, die viel mehr wegstecken (können). Weil wir es „müssen“? Weil wir bessere Menschen sind? Weil wir mehr Aufopferungsbereitschaft haben? Und: mich macht dieser Umstand regelmäßig wütend. Geht dir das nie so? Ich will dann immer den Mann anbrüllen REISS DICH MAL ZUSAMMEN, MENSCH!!! Zum Beispiel jetzt, wo ich ihn gerade mit zunehmender Genervtheit zum Aufstehen und Brötchenholen genötigt habe, und er dabei in der Gegend rumseufzt, als hätte ich sein Meerschweinchen erhängt (und dann beschwerte er sich noch über meinen unfreundlichen Tonfall). Wie soll ich denn bitte freundlich bleiben, wenn ich nachts sechs mal zum stillen geweckt wurde, verdammt. Tja. Ich bin ratlos. Wie lange hat es bei euch gedauert, bis Eure Arbeitsteilung klappte?

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  3. Also die Arbeitsteilung klappt eigentlich schon immer gut, Mann ist sehr, sehr fleißig, ein Alles-Sofort-Erlediger und drückt sich vor keiner Aufgabe. (In diesen Punkten deeeeeutlich vorbildlicher als ich selbst, zumindest was Haushalt angeht.)

    Problematisch wird es nur dann, wenn die Kinder anstrengender sind als sonst – oder eigentlich dann wenn sie anstrengender sind als man es gerne hätte. Hier wird halt (normal) viel gestritten zwischen den Kindern und Alarm gemacht wegen nichts, und selbst wenn die Laune gut ist haben wir einfach einen unglaublichen Dauer-Geräuschpegel, an den wir uns wohl nie so gewöhnen werden, dass wir ihn nicht mehr wahrnehmen. Das strengt schon an, so im Alltag.

    Manchmal gedacht habe ich auch schon in die Richtung „Zusammenreißen bitte“, aber nie lange, weil er einfach nur so erschöpft ist und angestrengt und ich ihm das auch abnehme. Wenn dieser Erledigertyp nichts mehr erledigt, stimmt was nicht ;o)

    Nachts bin ich auch eher die, die aufsteht, aber eigentlich ist das ok mittlerweile (meistens), weil ich eben schneller aufwache und es dann immer recht sinnlos finde, ihn auch noch zu wecken (er schläft auch schlechter wieder ein). Nur manchmal tu ich es doch, wenn ich schon x-mal im Kinderschlafzimmer war und es dann wieder los geht… und dann geht er auch ohne zu murren.

    Und gemein ist es halt wenn dann noch irgendeine schwierige Phase eines Kindeleins dazu kommt (irgendeine haben wir gefühlt eigentlich immer…). Besonders blöd war es, als eines der Mädels eine Zeitlang recht ablehnend gegenüber dem Mann war. Das ist wohl eine normale Phase aber schön ist das für niemanden und wenn man dann immer überall hört, das könne daran liegen, dass der Vater so selten da ist, so fragt sich Mann dann auch, warum das bei ihm auch so ist… wo er doch gar nicht so selten da ist. (Diese Phase ist natürlich wieder vergangen, zum Glück.)

    Und letztendlich und schließlich hat der arme Kerl wirklich niemanden in einer ähnlichen Situation, mit dem er auf einer Wellenlänge ist und sich austauschen könnte. Ihn trifft die volle Mütterfront wohin er auch blickt, alle leben das toll-traditionelle 1,5-Jobs-Modell, Vaddi ganztags im Büro. Kein Mann, mit dem er diese Themen besprechen könnte. Alle Väter total verliebt in ihre Kinder und machen immer gaaaanz tolle Sachen mit ihnen am Wochenende und lachen immer ganz viel und finden Familie soooo toll!!!
    Ich bin zwar auch für ihn da zum Gespräch aber das sei nicht dasselbe, sagt er, und das stimmt auch. Aber so ein Kontaktsucher ist er auch wieder nicht, muss sich abends erholen…

    Und wenn ich mir vorstelle, ich könnte nirgendwo von Gleichgesinnten hören oder lesen, dass es ihnen geht wie mir und das alles normal ist und überall so ist und irgendwann vorbei ist etc.etc., ja DAS fänd ich auch ECHT blöd.

    Ja, also wo ich es so geschrieben sehe ist es WIRKLICH gar nicht so einfach, ein moderner Mann zu sein!

    Liebe Grüße
    Kusine B.

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    • Danke für Deine ausführliche Antwort. Sehr erhellend. Das mit dem Austausch dachte ich neulich auch schon. Ich hab das Glück gehabt, in der „Krabbelgruppe“ eine Handvoll toller Mütter gefunden zu habe. Die sehe ich jetzt mehrmals pro Woche, und das ist SO aufbauend. Der Mann hat sowas nicht. Dessen Freunde haben auch allesamt keine Kinder (oder so früh Kinder bekommen & so weit weg wohnend, dass es keine Rolle spielt).

      Gestern sah ich im Kindercafe (auch so ein schlimmer Ort) einen Bekannten von ihm mit Babysohn. Der saß da allein mit seinem Kind und sah sehr einsam aus. Tat mir irgendwie leid für ihn, mit all den Frauen, die ihn komplett ignorierten. Vielleicht sollte ich die beiden mal verkuppeln. Oder sowas.

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  4. reiskoernchen schreibt:

    „Warum ist das so, dass der Mann sich ganz selbstverständlich an den Rechner setzt, während ich beflissen frage, ob ich mal eben allein aufs Klo kann?“

    So laut habe ich heute noch nicht gelacht, wie nach diesem Satz!
    Genau SO ist es auch bei uns. Und ich frage mich, warum Mütter nicht grundsätzlich Verdauungsprobleme haben – oder muss man sein Kind nun immer aufs Stille Örtchen mitnehmen und lernen entspannt sein Geschäft zu verrichten, während es einen von der Wippe aus mustert?

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  5. Mom schreibt:

    Haha, das kommt total auf mich zu. Der Mann ein Held der Privatwirtschaft und erzogen in der tiefsten reaktionärsten Provinz im Rollenverständnis der 50er Jahre (hat natürlich Fortschritte Ende nie gemacht, aber man weiß ja, wie man in Stressituationen zurückfällt in die alten Muster), und ich hab dann ein Jahr Elternzeit. Da wird’s nicht viel werden mit einfordern etc. Wer halt daheim ist, schaukelt das Haus und das Kind, und wer um 19 Uhr nach Hause kommt, hat auch einen harten Arbeitstag hinter sich und meldet sich sicher nicht mehr freiwillig zum Kinderkacke wegmachen. Gruselig, wenn einfach abzusehen ist, dass man wieder in den 50er Jahren landen wird. Gruselig.

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